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Über 800 Masern-Fälle

Virus kommt wohl aus Südeuropa

hfd/ms | Für 2017 wurden dem Robert Koch-Institut bislang gut 800 Masern-Fälle und ein Todesfall gemeldet. Offenbar wurden Infektionen aus Südeuropa eingeschleppt, wo es unter anderem an Impfstoffen mangeln soll.
Foto: aDan Race – Fotolia.com

Zwei Schwerpunkte der Masern-Ausbrüche waren Nordrhein-Westfalen und Sachsen, wo 2,74 bzw. 1,69 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden – weit über dem Bundesdurchschnitt von 0,97. Im Jahr 2016 waren insgesamt 325 Maserninfek­tionen in Deutschland aufgetreten. In Hessen verstarb im vergangenen November ein sechsjähriges Mädchen an Masern-Spätfolgen – in diesem Jahr traf es eine dreifache Mutter aus Essen. Herkunft des Virus war offenbar Südosteuropa. Derzeit herrscht insbesondere in Rumänien eine dramatische Masernepidemie: Seit Anfang 2016 sind mehr als 8000 Menschen erkrankt, 32 starben. Medienberichten zufolge will das rumänische Gesundheitsministerium mit einem neuen Gesetz die Impfquoten erhöhen. In einigen Kreisen im Westen des Landes hätte nicht einmal jedes zweite Kind die vollständige Impfung erhalten, mehr als 200.000 Kinder müssten geimpft werden. Neben Armut, mangelndem Zugang zur Gesundheitsvorsorge sowie Anti-Impf-Kampagnen religiöser Gruppen werden auch Impfstoff-Lieferengpässe als Gründe für die geringen Impfquoten genannt. |

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