DAZ aktuell

EMA will minderjährige Patienten einbinden

Personen unter 18 Jahren sollen einzelne Ausschüsse unterstützen

hb/ms | Zum ersten Mal will die ­Europäische Arzneimittelagentur (EMA) auch junge Menschen unter 18 Jahren an den Diskussionen in wichtigen wissenschaftlichen Gremien beteiligen. Die Prinzipien, wie das funktionieren kann, wurden jetzt vorgestellt.
Foto: EinBlick – stock.adobe.com
Gefragt Die EMA will künftig auch Minderjährige in wissenschaftliche Diskussionen einbeziehen.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat angekündigt, in ihren wissenschaftlichen Fachausschüssen und Arbeitsgruppen zukünftig auch Minderjährige anhören zu wollen. Die Rahmenbedingungen für die Beteiligung wurden in einem speziellen Dokument niedergelegt. Junge Patienten und Verbraucher können zu den Beratungen in den Ausschüssen einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie ihre Erfahrungen und Perspektiven zum Leben mit einer Krankheit mitteilen, glaubt die EMA. Sie sollen deshalb konsultiert werden können, wenn dies sinnvoll erscheint, um die Entwicklung von Arzneimitteln für Kinder und Jugendliche voranzubringen.

Nach der Vorstellung der EMA könnten junge Patienten am ehesten den Ausschuss für Kinderarzneimittel (Paediatric Committee, PDCO) unterstützen. Aber auch andere Gremien könnten von ihrem Input profitieren, soweit diese sich mit der Entwicklung von Kinderarzneimitteln befassen.

Das neue Dokument mit den Prinzipien für die Einbindung junger Patienten und Verbraucher in die Arbeit der EMA beschreibt auch die „best practice“ für die Interaktion mit den wissenschaftlichen Ausschüssen oder Arbeitsgruppen. Hier geht es unter anderem um die Einwilligung der Eltern, den Schutz personenbezogener Daten und die Privatsphäre der jungen Menschen. Außerdem werden Optionen empfohlen, wie die Meinungen von Kindern und Jugendlichen am besten erfasst werden können. Dies soll in schriftlicher Form, über Telefonkonferenzen oder auch durch persönliche Teilnahme an den Sitzungen der Gremien möglich sein. |

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