... auch DAZ noch

Meldung der Woche: Vegane Kosmetik für Hund und Pferd

ral | Der Vegan-Trend ist ungebrochen. In den Supermarktregalen tauchen täglich neue vegane Produkte auf, und auch die Kosmetikindustrie hat Veganer längst auf dem Schirm. Eigentlich wäre vegane Kosmetik also keine Meldung hier wert. Oder doch? Wir finden schon, denn die Kosmetik, um die es hier gehen soll, richtet sich nicht an den Mensch, sondern an Hund und Pferd.

Wildcare nennt sich die neue Tier­pflegeserie, die auf natürliche Inhaltsstoffe setzt. Das gleichnamige Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, „Naturkosmetik und innovative Tierpflege“ zu verbinden. Die derzeit zur Verfügung stehenden zwölf Produkte sind laut einer Pressemitteilung zu 100 Prozent vegan, pH-neutral und verzichten komplett auf Mineralöle und synthetische Zusätze. Angeboten werden z. B. ein Hunde-Pfötchenbalsam, ein Hunde-Pflege- und -Glanz-Shampoo, ein Pferde-Regenerations-Hautspray oder ein Pferde-2in1-Mähnen- und Schweifspray. Braucht es sowas? Wir finden ja. Hund und Pferd wird es zwar herzlich egal sein, ob das Shampoo, mit dem ihr Frauchen oder Herrchen sie einschäumt, vegan ist und aus Bioanbau stammt – aber besagte Frauchen und Herrchen fühlen sich damit gut.

Kritischer ist wohl der Trend, nicht nur bei der Tierpflege, sondern auch bei der Tierernährung auf vegane Produkte zu setzen – und ja, auch das gibt es. Bei Pferden ok, weil normal, aber bei Hund oder Katze? In der Natur würden sie jedenfalls nicht frei­willig auf Karotten und Salat zurückgreifen, und auch wenn es durch eine solche Ernährung nicht zu Mangelerscheinungen kommen soll – artgerecht ist anders. Wer es so streng mit dem Vegan-Sein nimmt, sollte vielleicht lieber einen Hamster halten. 

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