Apotheke und Markt

Für mehr AMTS

ADG-Schnittstelle zur Scholz Datenbank

Die ADG-Apothekensoftware A3000 verfügt mittlerweile über eine Schnittstelle zur Scholz Datenbank. Damit wird nun eine umfassende Medikationsanalyse aus der Kasse heraus mit vertretbarem Zeitaufwand möglich.

Das neue AMTS-Modul der ADG soll künftig zudem mit einer erweiterten Schnittstelle ausgestattet werden, ­sodass ganze Medikationspläne übertragen und mit der Scholz Datenbank einer AMTS-Prüfung unterzogen werden können. Diese Schnittstelle soll bis Ende 2017 bundesweit für alle Benutzer der Systeme A3000 und S3000 verfügbar sein. Somit wird jeder ADG-Anwender entscheiden können, ob er die Scholz Datenbank über eine Schnittstellenanbindung mit seiner Apothekensoftware nutzen möchte.

Mit der Scholz Datenbank steht dem Anwender eine ganze Suite von AMTS-Funktionen zur Verfügung, z. B. der MDDI Calculator (Multi Drug Drug Interactions), mit dem Wechselwirkungen zwischen mehr als zwei Arzneistoffen sowohl qualitativ als auch quantitativ analysiert werden können. In einem übersichtlichen Protokoll wird dargestellt, auf welchem Wege sich die Arzneistoffe beeinflussen und welche klinischen Folgen möglich sind. Darüber hinaus werden Schätzwerte zu AUC-Veränderungen und Dosisanpassungen gegeben.

Die Scholz Datenbank ist zudem mittlerweile in der Lage, den zusätzlichen Einfluss eines Polymorphismus auch in komplexen Szenarien der Polypharmazie zu berücksichtigen und z. B. für einen „Intermediate Metabolizer“ (IM) am Cytochrom P450 2D6 die Dosisanpassung ohne oder auch bei multiplen Interaktionen durch entsprechende Enzymhemmer zu berechnen. Für einen Patienten, der sich am CYP2D6 als ein intermediate metabolizer (IM) präsentiert, können also bei einer Medikation z. B. mit Metoprolol, Ramipril, Amlodipin, Simvastatin, Aripiprazol und Ketoconazol unmittelbar Schätzwerte für relevante Dosisanpassungen berechnet und per Mausklick angezeigt werden. Dabei liegt der Fokus aktuell insbesondere auf den Problemen, die aus der Enzyminhibition resultieren und die zu verstärkter Toxizität führen können, wenn notwendige Dosisanpassungen der betroffenen Arzneimittel nicht vorgenommen werden.

Eine weitere Funktion ist das Scholz Datenbank Optimierungssystem: Bei Wechselwirkungen, Kontraindikationen oder Allergien, bei denen eine Dosisanpassung nicht möglich ist, bietet die Scholz Datenbank mit dem ATC-Code-basierten Optimierungssystem die Möglichkeit, in kürzester Zeit einen risikoärmeren alternativen Arzneistoff zu finden. Die Anbindung der Scholz Datenbank wird den ADG-nutzenden Apotheken somit die Möglichkeit geben, eine Reihe neuer Optionen bei AMTS-Beratung und Medikationsanalyse komfortabel zu nutzen.

ePrax GmbH, Dessauerstraße 9, 80992 München, www.eprax.de

Die Meldungen in der Rubrik Apotheke und Markt werden mithilfe von Firmeninformationen erstellt.

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