DAZ aktuell

Mehr Gesundheitskompetenz

ABDA beteiligt sich an Initiative aus dem BMG

ks | Nach einem Jahr Vorbereitung haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), die Gesundheitsministerkonferenz der Länder sowie Vertreter von 13 Verbänden und Organisationen aus dem Gesundheitswesen am 19. Juni eine Gemeinsame Erklärung zur Gründung der „Allianz für Gesundheitskompetenz“ unterzeichnet. Mit dabei: ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

Viele Menschen haben Probleme, unter den zahlreichen und qualitativ höchst unterschiedlichen Gesundheitsinformationen die für sie relevanten zu finden, zu verstehen, zu bewerten und dann auch noch richtig auf sich anzuwenden. Das wollen die Vertreter der neuen Allianz ändern und haben dazu drei Handlungsfelder ausgemacht: Sie wollen zum einen die allgemeine Gesundheitskompetenz der Bevölkerung durch Gesundheitsbildung stärken. Zudem wollen sie wissenschaftlich abgesicherte Informationsangebote – insbesondere im Internet – bündeln und allgemein verständlich aufbereiten. Nicht zuletzt setzen sie bei sich selbst an und wollen die Kommunikationskompetenz der Gesundheitsberufe in der Aus-, Weiter- und Fortbildung stärken.

Foto: BMG/Thomas Imo
Gesundheitsminister Hermann Gröhe in der Mitte seiner Mitstreiter für mehr Gesundheitskompetenz. Auch ABDA-Präsident Friedemann Schmidt ist dabei (2. v. l.).

In diesen Bereichen wollen die verschiedenen Akteure – unter anderem Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen, Gemeinsamer Bundesausschuss – konkrete Maßnahmen ergreifen. ABDA-Präsident Schmidt erläuterte, was die Apotheker sich vorgenommen haben: Erstens geht es darum, die Apothekenkunden noch besser ansprechen zu können. Die Apotheke sei schon jetzt ein niedrigschwelliges Angebot, ein „Tor“ zu Gesundheitsinformation für ­jedermann, erklärte Schmidt. Nicht zuletzt die Assistenzberufe der Apotheker leisteten schon jetzt gute Informationsarbeit – das könnten sie manchmal besser als die studierten Apotheker selbst. Doch die ABDA will sich nun dafür ­einsetzen, dass eine patientenverständliche Sprache auch Eingang in die Studieninhalte findet, ebenso in die Fort- und Weiterbildung.

Überdies geht es der ABDA um eine bessere Aufklärung der Patienten über ihre Arzneimitteltherapie. Nur die Hälfte der Verordnungen würde vom Patienten wie vom Arzt verschrieben angewendet, erklärte Schmidt. Hier sieht er große Aufgaben für Apotheker. Intensive Beratungsansätze seien nötig, um herauszufinden, was genau der Patient will. Wichtig sei, Verbindlichkeit in die Beziehung zwischen Patient und Apotheke zu bringen, betonte Schmidt. Dazu müsse sich der Patient auf eine Apotheke festlegen.

Weitere Informationen rund um die ­Allianz für Gesundheitskompetenz ­finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. |

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