DAZ aktuell

SPD, AOK und Apotheker in Niedersachsen in trauter Eintracht

Gesundheitsministerin und AOK-Vorsitzender für Rx-Versandverbot

CELLE (wes) | Sowohl die Landesgesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) wie auch der Chef der AOK Niedersachsen, Dr. Jürgen Peter, waren am vergangenen Wochenende zum Niedersächsischen Apothekertag gekommen. Und beide sagten den anwesenden Apothekern Unterstützung zu im Kampf für das Rx-Versandverbot.
Foto: DAZ/wes
Lehnen ungezügelten Wettbewerb im Gesundheitswesen ab: Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD), Kammerpräsidentin Magdalene Linz und LAV-Chef Berend Groeneveld (v. li.).

„Wir sprechen uns nach wie vor für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus“, bekannte sich die SPD-Landes­gesundheitsministerin Cornelia Rundt klar zur aktuell wichtigsten Forderung der Apothekerschaft an die deutsche Politik. Das Verbot sei wichtig, um die Versorgung gerade in dünn besiedelten Gebieten zu erhalten, so Rundt, Das flächendeckende Apothekennetz müsse unbedingt erhalten bleiben.

Auch der Vorstandsvorsitzende der AOK Niedersachsen, Dr. Jürgen Peter, würde ein Rx-Versandverbot begrüßen – zumindest „um Zeit zu gewinnen.“ Grundsätzlich lasse sich aber das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, die neuen technischen Möglichkeiten müssten genutzt werden. Dabei gehe es aber nicht, dass ausländische Versender vor den wohnortnahen deutschen Apotheken bevorzugt werden. „Deshalb haben Sie in mir einen Verbündeten“, sagte Peter unter dem Beifall der anwesenden Apothekerinnern und Apotheker.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Landesapothekerverbands Niedersachsen, Berend Groeneveld, beklagt, dass die EuGH-Richter die Apotheker offensichtlich nur als im Wettbewerb stehende Kaufleute sehen und nicht auch als Heilberufler. In einem ungeregelten Wettbewerb verliere aber immer das schwächste Glied – und das sei im Gesundheitswesen eben der Patient. Schon deswegen sei das Rx-Versandverbot ohne Alternative. Die sozialdemokratische Landesgesundheitsministerin Rundt teilt diese Auffassung: „Ich bin keine Verfechterin eines Wettbewerbssystems im Gesundheitswesen – nirgendwo.“ |

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