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Macron und die Apotheken

Blick nach Frankreich

bro/ral | Der parteilose Emmanuel Macron wird Frankreichs neuer Präsident. Doch was bedeutet seine Wahl für die Apotheker in unserem Nachbarland?
Foto: Imago
Emmanuel Macron

Das französische Apothekensystem ähnelt dem deutschen: Es gelten ein striktes Fremdbesitz- und ein eingeschränktes Mehrbesitzverbot. Hinzu kommt jedoch eine strikte Bedarfsplanung und strenge Regeln für den Versandhandel. Erst seit wenigen Jahren ist der OTC-Versand erlaubt. In seiner Zeit als Wirtschaftsminister (August 2014 bis August 2016) hatte Macron Deregulierungen des Apothekenmarktes ins Spiel gebracht. Mittlerweile hat er seine Meinung offenbar geändert. In einem Interview erklärte Macron im April: „Der Apotheker [...] ist der Qualitätsgarant für die hochwertige Arzneimittelabgabe und der ‚Hüter der Gifte‘. Und das Apotheken-Monopol ist einer der Grundpfeiler dafür, dass der Apotheker diesen Verantwortungen nachkommen kann.“ Macron äußerte sich in dem Interview auch gegen die Aufhebung des Fremdbesitzverbotes. Mit Blick auf den Versandhandel erklärte er, dass Versender in Frankreich eine wichtige Funktion übernehmen könnten. Der Versandhandel müsse aber streng im Rahmen des Erlaubten agieren. |

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