DAZ aktuell

Gröhe gegen Arzneimittel-Automaten

Minister bekräftigt Rx-Versandverbot

BERLIN (ks) | Am vergangenen Wochenende hat sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erstmals zum DocMorris-Abgabeautomaten im baden-württembergischen Hüffenhardt geäußert. Er findet nicht, dass Arzneimittel in einen Automaten gehören.

Die Video-Beratung mit Arzneimittel-Abgabe-Terminal von DocMorris in Hüffenhardt sorgt weiter für Diskussionsstoff. Die Gerichte müssen nun entscheiden, wie es mit der jüngsten Idee der Niederländer in Deutschland weitergehen soll. Derweil führt DocMorris sein Projekt in Baden-Württemberg fort. Zwar nur für OTC-Arzneimittel – doch die Versandapotheke will auch die Rx-Abgabe juristisch durchboxen.

Arzneimittelversorgung ist nicht so einfach wie ein Limo-Kauf

Der Bundesgesundheitsminister hatte sich bislang nicht zu dem Fall geäußert. Nun erklärte er in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Der Streit um einen Arzneimittel-Automaten zeigt, dass Arzneimittelversorgung mehr ist als Arzneimittelverkauf. So einfach wie beim Kauf der Limo-Dose, die aus dem Automaten kullert, ist es nicht.“ Gröhe betont, dass in der Apotheke die Beratung durch Fachpersonal zähle. Und zwar rund um die Uhr und am Wochenende. Und weiter: „Deshalb setze ich mich für ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten ein. Die SPD-Fraktion im Bundestag sollte ihre Blockade endlich aufgeben und auf die SPD-geführten Landesregierungen in Niedersachsen und NRW hören, die meine Position teilen.“

Doch bislang ist bei der SPD keine Be­wegung zu verzeichnen. |

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