Prisma

Krafttraining erhöht Knochendichte

Mehr IGF-1, weniger Sclerostin im Serum

cae | Regelmäßiges Krafttraining mit Kniebeugen, Gewichtheben und Rudern reguliert über Botenstoffe die Aktivität von Knochenzellen und fördert den Knochenaufbau.

38 gesunde, körperlich aktive Männer im Alter von 25 bis 60 Jahren, die an Lendenwirbelsäule (LWS) und Becken eine geringe Knochendichte aufwiesen, absolvierten zwölf Monate lang entweder dreimal wöchentlich ein Springtraining oder zweimal wöchentlich ein Krafttraining. Zudem supplementierten sie nach Bedarf Calcium und Vitamin D.

In der Krafttraininggruppe war nach Jahresfrist die durchschnittliche Knochendichte am Becken von 0,898 auf 0,906 g/cm2 und an der LWS von 0,939 auf 0,955 g/cm2 gestiegen, lag aber immer noch unter der Norm von 0,97 g/cm2. In der Springtraininggruppe änderten sich die Werte nur mäßig um -0,05 bzw. +0,09 g/cm2.

In beiden Gruppen hatte die Serumkonzentration des Wachstumsfaktors IGF‑1, der u. a. die Aktivität der Knochen-aufbauenden Osteoblasten steigert, um etwa 26 Prozent zugenommen. Ein Unterschied zeigte sich ­hingegen beim Sclerostin, das die Knochen-abbauenden Osteoklasten aktiviert. Seine Serumkonzentration hatte bei den Kraftsportlern um 9,5 Prozent, bei den Springern hingegen nur um 4,5 Prozent abgenommen.

Sclerostin ist schon lange als Faktor der Osteoporose bekannt. Der gezielt entwickelte Sclerostinblocker Romosozumab wurde in einer Phase-III-Studie erfolgreich getestet (s. DAZ 2016, Nr. 40, S. 34). |

Quelle

Hinton PS, et al. Serum sclerostin decreases following 12 months of resistance- or jump-training in men with low bone mass. Bone 2017;96(3):85-90

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