Wirtschaft

Möglicher Teva-Investor

Milliardär will bei Ratiopharm-Mutter einsteigen

az | Wie die Agentur Reuters meldet, denkt der Milliardär Len Blavatnik über einen Einstieg beim Pharmahersteller Teva nach. Angeblich wolle Blavatnik einen Anteil im Wert von bis zu drei Milliarden Dollar am israelischen Mutterkonzern von Ratiopharm kaufen.

Der Milliardär Len Blavatnik ist Gründer und Eigentümer der Beteiligungsgesellschaft Access Industries. Diese ist vor allem an Unternehmen aus dem Bereich Chemie, Telekommunikation, Technik und Immobilien beteiligt. Nun scheint sich Blavatnik auch für den Erwerb von Aktien des hoch verschuldeten Generika-Herstellers Teva zu interessieren. Blavatnik erwäge den Kauf eines größeren Aktienpakets im Wert von bis zu drei Milliarden Dollar (ca. 2,6 Milliarden Euro). Der Pharmahersteller hat eine Marktkapitalisierung von 12,3 Milliarden Dollar.

Prognose erneut korrigiert

Anfang November musste Teva aufgrund des relativ schwachen dritten Quartals erneut seine Prognose senken. Wie der Konzern damals mitteilte, werden auf das gesamte Jahr gesehen Erlöse von 22,2 bis 22,3 Milliarden Dollar angepeilt, was rund eine Milliarde Dollar weniger wäre als zuvor prognostiziert. Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden nun 3,77 bis 3,87 Dollar erwartet – zuvor waren noch bis zu 4,50 Dollar in Aussicht gestellt worden. Es war bereits das dritte mal in diesem Jahr, das der Generikahersteller seine Ziele gekappt hat.

Im abgelaufenen dritten Quartal hatte Teva seinen Umsatz noch leicht auf 5,6 Milliarden Dollar steigern können. Der um bestimmte Sonderkosten bereinigte Gewinn fiel hingegen von 1,31 Dollar je Aktie im Vorjahr auf nunmehr 1,00 Dollar. Analysten hatten mit mehr gerechnet.

Das Unternehmen ist vor allem wegen der 40,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Gene­rikageschäfts Actavis vom US-Konzern Allergan im vergangenen Jahr hoch verschuldet. Reuters bezieht sich auf mehrere Medienberichte. Blavatniks Unternehmen Access Industries und Teva hätten eine Stellungnahme abgelehnt. |

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