Wirtschaft

Neuer US-Marktführer

Walgreens darf Rite Aid-Apotheken übernehmen

BERLIN (ts) | Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat dem US-Apotheken- und Großhandelsriesen Walgreens Boots Alliance (WBA) die Erlaubnis erteilt, im nunmehr vierten Anlauf 1932 Filialen des Wettbewerbers Rite Aid sowie drei Logistikzentren für 4,4 Milliarden Dollar zu übernehmen. Damit steigt Walgreens zur größten Apothekenkette der USA auf.

Es hat lange gedauert; wiederholt musste Walgreens Boots Alliance sein Angebot zur Übernahme des Wettbewerbers Rite Aid modifizieren, um die Wettbewerbshüter der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) zu überzeugen. Nun ist es geschafft. Wie Walgreens in einer Presseerklärung mitteilte, habe die Behörde ihr Okay für eine gegenüber den ursprünglichen Plänen deutlich abgespeckten Übernahme gegeben.

Damit kann sich der von dem ita­lienischen Unternehmer Stefano Pessina geleitete Apothekenkonzern zum Preis von 4,4 Milliarden Dollar 1932 Rite Aid-Filialen sowie drei Vertriebszentren einverleiben. Insgesamt wird Walgreens damit künftig über rund 10.130 Apotheken verfügen und damit unangefochtener Marktführer sein. Die Übernahme der Geschäfte soll bereits im Oktober starten und bis zum Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. Der Konzern erwartet, durch den Deal nach spätestens vier Jahren jährliche Synergien im Volumen von 300 Millionen Dollar zu generieren.

Die betreffenden Rite Aid-Apotheken befinden sich vor allem im Nordosten und Süden der USA. Nach der Übernahme sollen diese mit dem Walgreens-Markenauftritt versehen werden. Die Übernahme der drei Vertriebszentren in Dayville (Connecticut), Philadelphia und Spartanburg (South Carolina) soll nach Angaben von Walgreens nicht vor Ablauf der kommenden zwölf Monate starten.

Ursprünglich wollte Walgreens vor knapp zwei Jahren die gesamte Rite Aid-Gruppe für 9,4 Milliarden Dollar übernehmen, stieß damit aber auf Widerstand der FTC, die eine marktbeherrschende Stellung der fusionierten Konzerne befürchtete. Daraufhin hatte Walgreens sein Angebot zweimal abgespeckt, doch auch in diesen Fällen nicht die Zustimmung der Behörde erhalten. Erst in dem aktuellen vierten Anlauf hat es nun geklappt. |

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