Wirtschaft

Plus bei den Freiberufen

Aber weniger Apotheker in öffentlichen Apotheken

ms | Derzeit sind so viele Menschen in Freien Berufen beschäftigt wie nie zuvor. Das ergibt eine Statistik des Instituts für Freie Berufe in Nürnberg. Anders bei den Apothekern, ihre Zahl sank leicht.

Über fünf Millionen Menschen arbeiten derzeit in Freien Berufen. Die Zahl der selbstständigen Freiberufler ist zwischen Jahresbeginn 2016 und 2017 von 1,344 Millionen auf 1,382 Millionen Personen gestiegen – ein Gesamtplus von 2,8 Prozent. Am stärksten wuchsen die technisch-naturwissenschaftlichen Berufe mit einem Plus von knapp vier Prozent auf 261.000 Personen, gefolgt von den rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufen mit einem Anstieg um 3,8 Prozent auf 379.000 und den Kulturberufen, die um 328.000 Personen anstiegen – das entspricht ebenfalls einem Plus von 3,8 Prozent.

Bei den selbstständigen Freiberuflern sind 3,299 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihr Zuwachs beläuft sich auf knapp 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3,195 Millionen). Die Zahl der Auszubildenden legte mit 123.100 leicht um 0,9 Prozent zu (2016: 122.000 Azubis). Die Zahl der mitarbeitenden, nicht sozialversicherungspflichtigen Familienangehörigen stieg von 269.000 auf 301.000 Personen und mithin um 11,9 Prozent.

In Summe sind damit erstmals mehr als 5 Millionen Menschen in den Freien Berufen tätig. 

Situation bei den Apotheken

Im Jahr 2016 arbeiteten nach Angaben des Deutschen Apothekerverbands (DAV) ca. 79,6 Prozent der approbierten Apotheker in einer öffentlichen Apotheke. Das entspricht 50.123 Personen und damit 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Zuletzt war die Zahl kontinuierlich gestiegen. 16.394 Apotheker waren 2016 selbstständig als Apothekenleiter tätig. Das ist ein Rückgang von 2,7 Prozent, womit der Trend der Vorjahre fortgesetzt wird. Die Anzahl der gesamten Beschäftigten in Apotheken steigt dagegen weiter an: Von 2015 auf 2016 gab es einen Zuwachs von 1,2 Prozent von 154.528 auf 156.428 Personen. Anteil daran haben auch die erhöhte Anzahl an Auszubildenden (Anstieg um 1,2 Prozent) und Teilzeitkräften (Anstieg um 1,5 Prozent). |

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