Wirtschaft

Merck baut weiter ab

An vier Standorten fallen 200 Arbeitsplätze weg

az/dpa | Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA will sein Life-Science-Geschäft effizienter aufstellen. Dazu sollen in den nächsten fünf Jahren 200 Stellen an deutschen Standorten abgebaut werden.

Merck will sein derzeitiges Produktionsnetzwerk in Westeuropa für das Life-Science-Geschäft weiterentwickeln. So soll die manuelle Abfüllung und Distribution von nicht-regulierten Laborchemikalien und Reagenzien an den Standorten in Darmstadt (Hessen), Steinheim (Baden-Württemberg), Hohenbrunn (Bayern) und Buchs (Schweiz) in einem zentralen Kompetenzzentrum in Schnelldorf (Bayern) gebündelt werden. Die Standorte in Darmstadt, Buchs und Molsheim (Frankreich) sollen weiterentwickelt werden und der Standort in Hamburg soll seinen Betrieb unverändert fortführen.

Der Betrieb an den Standorten Steinheim, Eppelheim (Baden-Württemberg), Hohenbrunn und Berlin soll hingegen verlagert und im Laufe der Jahre 2019 bis 2022 schrittweise eingestellt werden. Dadurch fallen insgesamt rund 200 Arbeitsplätze weg.

Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO des Unternehmensbereichs Life Science, ist überzeugt: „Mit einer zentralisierten Abfüllung und Distribution kleinerer Produktmengen werden wir noch schneller auf Kundenanfragen eingehen können. Damit folgen wir einem Erfolgsmodell unserer Akquisition Sigma-Aldrich, das in Nordamerika bereits mit positiven Resultaten überzeugt hat.“

Das Life-Science-Geschäft von Merck, das u. a. die Arzneimittelforschung und die biopharmazeutische Produktion umfasst, verfügt über 65 Produktionsstandorte und 130 Distributionszentren weltweit. |

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