Gesundheitspolitik

Video-Sprechstunde im Modell

STUTTGART (dpa) | Ein Modellversuch für eine Online-Sprechstunde soll Ende des Jahres in Stuttgart und Tuttlingen starten. Unter dem Schlagwort DocDirekt sollen sich Kranke bei einem Patienten­telefon melden können und über medizinische Fachangestellte im Gesundheitssystem weitergeleitet werden, wie eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Stuttgart sagte. Es sei das erste von den gesetzlichen Krankenkassen mitgetragene Vorhaben dieser Art in Deutschland.

Bewusst habe man einen Ballungs­raum und eine ländliche Kommune gewählt, um die Erfahrungen zu vergleichen. „Wir glauben an ein großes Interesse an der Telefon-Expertise der Ärzte“, sagte die KV-Sprecherin. Denn die Patienten hätten kaum Wartezeiten und könnten sich nicht mehr im Wartezimmer anstecken. Allerdings können die Mediziner keine Rezepte online ausstellen. Das ist rechtlich nicht erlaubt.

Nach einer ersten Abklärung kann der Patient aber an die passende Stelle weitergeleitet werden: Bei ­einem Notfall an die 112, sonst an einen Praxisarzt. Im Callcenter werden die Daten des Patienten aufgenommen. In einem telefonischen Rückruf oder per Video geht dann ein niedergelassener Arzt konkret auf die Beschwerden des Patienten ein. Seit April können Ärzte Videosprechstunden zulasten der GKV abrechnen. |

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