... auch DAZ noch

Zitate des Jahres

„Bekämpfen Sie Liberalisierungen, so lange Sie können. Aber vergessen Sie nicht, die Zukunft vorzubereiten. Und die beste Vorbereitung ist eine neue Rolle für den Beruf.“

Der ehemalige Präsident des schweizerischen Apothekerverbands Pharma­Suisse, Dominique Jordan, im Februar auf dem Pharmacon Schladming. (DAZ 5)

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„Wenn wir in der Apotheke keine Beratung anbieten, sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen.“

Die Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, Magdalene Linz, im März auf DAZ.online zu Apothekentests. (DAZ 9)

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„Es wird ja auf jedem Deutschen Apothekertag beantragt, die ABDA solle ein Organigramm veröffent­lichen. Ich habe Ihnen mal eines mitgebracht, das auch auf der ABDA-Website steht.“

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt im März auf der Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen. (DAZ 11)

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„Die inhabergeführte Apotheke ist die optimale Form der Arzneimittelversorgung. Es gibt keine Bessere, nur Schlechtere.“

Der scheidende Noweda-Chef Wilfried Hollmann, im April bei der Eröffnung der neuen Niederlassung in Böblingen. (DAZ 17)

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„Luftrezepte sind Betrug an den Beitragszahlern. Und, was fast noch schlimmer ist, sie untergraben das Vertrauen der Patienten in die Ärzteschaft und die Apotheker.“

Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, im Mai gegenüber dpa. Kurz zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ über angeblich massenhaften Rezept­betrug von Apothekern berichtet. (DAZ 19)

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„Es ist nicht sinnvoll, jetzt einen Katalog von Alternativen zu er­arbeiten.“

ABDA-Präsident Schmidt will im Juni das EuGH-Urteil abwarten, bevor er einen „Plan B“ er­arbeitet. (DAZ 23)

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„Was ich da in Luxemburg erlebt habe, hatte etwas von Waschmittelverkäufern, die das weißeste Weiß verkaufen wollen.“

Kammerpräsident Lutz Engelen berichtet im Juni der Delegiertenversammlung Nordrhein von der EuGH-Verhandlung. (DAZ 24)

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Foto: DAZ/A. Schelbert
„Alsbald muss es dann endlich so weit sein, dass die wunderbare elektronische Gesundheitskarte, die auch ich in meinem Portmonnaie bei mir führe, mehr kann als ein wunderschönes Bild von mir zu transportieren.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf dem Deutschen Apothekertag – hier im Gespräch mit ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. (DAZ 42)

„Die Notwendigkeit einer Arzneimittelpreisbindung zum Schutz der Volksgesundheit ist ein unbewiesenes, ja ein unlogisches Postulat.“

Der ehemalige Celesio-Chef Fritz Oesterle, äußert sich im August auf DAZ.online zum anstehenden EuGH-Urteil (DAZ 33)

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„Es kam in den betroffenen Praxen wiederholt zu ernsthaften Problemen. Da bricht eine Welle über uns herein.“

Erik Engel, Vorstand des Bundesverbands der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen, wird im August von der „Welt am Sonntag“ zu den Zyto-Ausschreibungen zitiert. (DAZ 34)

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„Wir dürfen nicht vergessen, dass die ABDA unsere Lebensversicherung ist. Ohne diese einheitliche Organisationsform hätte der Berufsstand vermutlich keine Chance, seine Interessen durchzusetzen. Wir brauchen eine starke und stabile Ver­tretung.“

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt im September im Interview mit der „Pharmazeutischen Zeitung“. (DAZ 35)

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„Ich war 25, als 1971 die Preisbindung fiel. Mir war damals klar: Ich muss billig verkaufen. [...] Die ­bestehende Branche war damals ­innerhalb kürzester Zeit kaputt. Die kleine Drogerie mit Theke war innerhalb von 20 Jahren weg.“

Der Erfinder des Drogeriemarkts, Dirk Roßmann, erzählt im September der „Lebensmittel-Zeitung“, welche Auswirkungen der Wegfall der Preisbindung der 2. Hand hatte. (DAZ 36)

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„Wir Krankenkassen schummeln ständig“

... titelt im Oktober die Frankfurter ­Allgemeine Sonntagszeitung. Sie zitiert TK-Chef Jens Baas, der „Mogeleien“ bei der Abrechnung einräumt. (DAZ 41)

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„Seien Sie versichert, das Feuer der Hauptversammlung lodert bis zum nächsten Apothekertag in unseren Herzen.“

ABDA-Präsident Schmidt auf dem Apothekertag im Oktober zur Forderung, einen Delegiertenbeirat bei der ABDA einzurichten. (DAZ 42)

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„Denken Sie kaufmännisch und handeln Sie heilberuflich.“

Der BAH-Vorsitzende Jörg Wieczorek im Oktober bei der Eröffnung der Expopharm als Appell zur Preispolitik der Apotheken. (DAZ 42)

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„Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) lässt nach Informationen unserer Redaktion aus Regierungskreisen ein Gesetz vorbereiten, das den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verbieten soll.“

Am 27. Oktober meldet die Online-­Ausgabe der „Rheinischen Post“, dass in Reaktion auf das EuGH-Urteil der Arzneimittelversand tatsächlich ein­geschränkt werden soll. (DAZ 44)

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„Hauen Sie da drauf, wo immer sich irgendetwas zeigt.“

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt appelliert im November auf dem Apothekertag Mecklenburg-Vorpommern an Apotheker, gegen Boni vorzugehen. (DAZ 45)

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Fotos: Imago
Seltene Eintracht. Christian Lindner (FDP) lehnt im November in der FAZ ein Versandverbot für Rx-Arzneimittel ab: „Es wäre falsch, die Apotheken unter Naturschutz zu stellen.“ Karl Lauterbach (SPD) stimmt ihm in einem Schreiben an die SPD-Abgeordneten zu, denn: „Die wirtschaftliche Lage der allermeisten Apotheken ist gut.“ (DAZ 47)

„Wir müssen die Interessen der ­Patienten und Versicherten in den Vordergrund stellen und nicht reflexartig die Einkommensängste ­bestimmter Apotheker.“

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach im November in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. (DAZ 46)

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„Medikamente gehören in die fachkundige Hand des Apothekers oder der Apothekerin und nicht in den Hermestransporter.“

Kathrin Vogler (Linke) äußert sich im November im Bundestag zur Diskussion um ein Rx-Versandverbot. (DAZ 46)

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„Der Versandhandel ist nicht kausal für Apothekensterben.“

DocMorris-Vorstand Max Müller im ­Dezember bei einem Fachgespräch der Grünen im Bundestag. (DAZ 48)

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„Die Rechtsprechung des EuGH ist ein Todesurteil für die Apotheker. Denn sie werden mit Hand- und Fußschellen an die Wand genagelt, während der Versandhandel ihnen das Fleisch aus den Rippen schneiden darf.“

Albert Duin, Vorsitzender der FDP Bayern, widerspricht im Dezember den Aussagen des FDP-Bundesvorsitzenden und fordert ein vorübergehendes Rx-Versandverbot. (DAZ 49)

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„Den früher gefundenen Kompromiss, den Onlinehandel zwar zuzulassen, aber mit denselben Preisen wie in der Apotheke, haben die Versandapotheken gekippt.“

Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) bekräftigt im Dezember in einem Radiointerview mit dem SWR sein Vorhaben eines Rx-Versandverbots. (DAZ 50)

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