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Zeugnisse und Wissenschaftspreise

Feierstunde der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg

cae | In einer Feierstunde im Löwengebäude der Martin-Luther Universität in Halle am 2. Dezember wurden den diesjährigen Absolventen die Zeugnisse ausgehändigt. Zudem wurden zwei Wissenschaftspreise überreicht.

Die Festveranstaltung, zu der mehr als 350 Teilnehmer kamen, wurde gemeinsam vom Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität und der Landesapothekerkammer Sachsen-­Anhalt ausgerichtet. Den Festvortrag hielt Prof. Marion Schäfer von der Charité Berlin. Danach nahmen die 111 Pharmazie-Absolventen des Jahres 2016 ihre Zeugnisse in Empfang. Erfreulicherweise erhielten insgesamt zehn Studierende die Note „sehr gut“. Außerdem bekamen 21 Studierende des Masterstudienganges „Pharmaceutical Biotechnology“ ihre Urkunden.

Foto: AK Sachsen-Anhalt/Horst Fechner
Die Pharmazie-Absolventen des Jahres 2016 der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Wissenschaftspreise

Dr. Inna Slynko erhielt den mit 1000,- Euro dotierten Wissenschaftspreis der Bayer Bitterfeld GmbH für ihre Dissertation über „Structural analysis and computer-based design of novel inhibitors for human protein-kinase-C-related kinase PRK1“, die sie im Arbeitskreis von Prof. Wolfgang Sippl im Bereich Medizinische Chemie angefertigt hat. Sie nutzte Simulationen von Kinase-Inhibitor-Komplexen, um neue potente und selektive Inhibitoren der PRK1-Kinase zu entwickeln. Dieses Enzym fungiert u. a. als Regulator des Androgenrezeptors und könnte daher als Target für Wirkstoffe gegen das Prostatakarzinom infrage kommen. Die neuen PRK1-Hemmstoffe wurden in chemoproteomischen Untersuchungen, die an der TU München durchgeführt wurden, als zellulär aktiv und selektiv identifiziert.

Foto: AK Sachsen-Anhalt/Horst Fechner
Die Preisträgerinnen Dr. Inna Slynko (links) und Hala Al-Khouri neben Dr. Thomas Klumpp (Fa. Bayer Bitterfeld, 2. v. li.) und Dr. Christoph Huschka (Serumwerk Bernburg).

Der vom Serumwerk Bernburg gestiftete und mit 500,- Euro dotierte Preis für die beste Diplomarbeit ging an die Pharmazeutin Hala Al-Khouri, die ­ihre Arbeit über „Anti-inflammatory studies of glycosaminoglycans“ unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Groth im Bereich Pharmazeutische Technologie angefertigt hat. In einem In-vitro-Modell mit humanen Makrophagen hat sie studiert, inwiefern Heparin und Hyaluronsäure Entzündungen nach der Implantation von Kathetern oder Biosensoren verringern. Sie fand heraus, dass der Gerinnungshemmer Heparin auch über ausgezeichnete entzündungshemmende Eigenschaften verfügt, was zu einer neuen Indikation für Heparin führen könnte. |

Quelle: Prof. Dr. Wolfgang Sippl, Halle

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