DAZ aktuell

Freiberufler setzen sich für Apotheken ein

Forderung nach Rx-Versandverbot findet Unterstützung

BERLIN (ks/ral) | Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, demzufolge im grenzüberschreitenden Arzneimittelversandhandel keine Preisbindung gilt, bereitet nicht nur den Apothekern Sorge. Auch andere Freiberufler, zumal Angehörige der Freien Heilberufe, sind alarmiert. Apotheker suchen diesen Schulterschluss derzeit bewusst – und finden ihn auch zunehmend. Es mehren sich die gemeinsamen Erklärungen mit den Apothekern, die auf eines abzielen: Den Versandhandel auf verschreibungsfreie Arzneimittel und sonstige Produkte aus der Apotheke zu beschränken.

In Thüringen haben sich aktuell die Landesapothekerkammer, die Landesärztekammer, die Landeszahnärztekammer, die ostdeutsche Psychotherapeutenkammer, der Thüringer Apothekerverband, sowie die Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigung zusammengetan. Gemeinsam erklären sie: „Das Urteil gefährdet aus unserer Sicht die Strukturen und Prinzipien der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung kranker Menschen in Deutschland und geht damit in erster Linie zulasten der Patienten und der Versorgungssicherheit vor Ort“.

In Brandenburg stellen sich sogar sämtliche Mitgliedsorganisationen des Landesverbandes der Freien Berufe hinter die Apotheker. Hier befürworten also auch Anwälte, Architekten und Ingenieure, den Arzneimittelversand einzuschränken. Nur so könnten die unabsehbaren negativen Auswirkungen auf die Patientenversorgung in Deutschland durch das EuGH-Urteil rechtzeitig und schnell verhindert werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Über diese Rückendeckung freuen sich die Landesapothekerkammer und der Apothekerverband Brandenburg. Sie weisen darauf hin, dass die Apotheker für eine qualitative und qualifizierte und nicht für eine quantitative Versorgung stehen. |

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