Praxis

Eine clevere Kombination

DAC/NRF in Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken integriert

DAZ | Die Zahl der NRF-Rezepturen nimmt kontinuierlich zu, die Prüfvorschriften des DAC bieten geeignete Alternativen, wenn die Methoden des Arzneibuchs nicht apothekengerecht erscheinen, und das Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken bietet seit Jahrzehnten eine digitale Lösung für die praxisnahe und effiziente Erledigung der gesamten Prüf- und Herstellungsdokumentation rund um Rezepturarzneimittel. Aus naheliegenden Gründen wünschten sich viele Apotheken immer wieder eine Integration der DAC/NRF-Inhalte in ihre Dokumentationssoftware. Nach intensiver Vorbereitung wurde dieser Wunsch nun Realität.

Ab sofort können alle Nutzer des Dr. Lennartz Laborprogramms, die zugleich Abonnenten des DAC/NRF sind, direkt in ihrer Dokumentationssoftware auf die wichtigsten Inhalte von DAC/NRF zugreifen. Für die Freischaltung des neuen Moduls ist ein Lizenzcode erforderlich, den DAC/NRF-Abonnenten kostenfrei im Online-Bereich des DAC/NRF erhalten. Sie müssen sich hierzu lediglich auf www.dac-nrf.de einloggen, dann in den Bereich „Mein Konto“ wechseln und dort im Reiter „Weitere Zugangscodes“ auf „Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken“ klicken. Dadurch wird der apothekenindividuelle Lizenzcode aufgeklappt. Er kann entweder direkt aus dem Textfeld herauskopiert oder als Datei gespeichert werden. Die Freischaltung im Dr. Lennartz Laborprogramm erfolgt im Menü „Systemverwaltung“ unter „Produktlizenz“. Im Register „DAC/NRF“ wird der apothekenindividuelle Lizenzcode aus der Zwischen­ablage eingefügt oder die gespeicherte Datei über den Button [Lizenzcode als Datei einlesen] ins Laborprogramm übernommen. Nach einen Klick auf [DAC/NRF-Modul freischalten] und nach erfolgreicher Überprüfung des Lizenzcodes werden die Inhalte bis zur nächsten Aktualisierungslieferung des DAC/NRF freigeschaltet. Danach muss ein neuer Lizenzschlüssel eingetragen werden, um das Modul weiterhin nutzen zu können.

Kein Programmwechsel mehr erforderlich

Im Bereich der Ausgangsstoffprüfung des Dr. Lennartz Laborprogramms für Apotheken kann bei den nach DAC prüfbaren Ausgangsstoffen auf den Originaltext der DAC-Prüfvorschrift zugegriffen werden, bei Drogen darüber hinaus auf die entsprechenden Farbtafeln. Die DAC-Monographien der im Laborprogramm enthaltenen Ausgangsstoffe können ebenfalls im Volltext nachgelesen werden. Dies ermöglicht es den Apotheken im Bedarfsfall aus dem Arbeitsprozess heraus direkt auf weitergehende Informationen zuzugreifen, ohne in eine andere Software bzw. das Internet wechseln oder recherchieren zu müssen.

Ausgangsstoffprüfung Ab sofort stehen im Ausgangsstoffprüfungsbereich die Volltexte der DAC-Monographien- und Farbtafeln sowie der alternativen Prüfvorschriften zur Verfügung.

Prüfungen, Monographien und Farbtafeln

Die PDFs können jeweils direkt aus dem Prüfungsfenster des zu prüfenden Stoffs heraus geöffnet werden. Dazu wird der Button [Originaltexte] geklickt. Es öffnet sich ein Auswahlfenster, in dem die zur Verfügung stehenden Dokumente gelistet sind. Ein Klick auf den Namen des gewünschten Dokuments öffnet das PDF.

Die DAC-Monographien bündeln das pharmazeutische Wissen zu den jeweils beschriebenen Wirkstoffen und enthalten u. a. Methoden zur Prüfung auf Identität, Reinheit und Gehalt sowie Lagerungs- und Anwendungsvorschriften.

Die DAC-Alternativen enthalten alternative Prüfverfahren für anderenorts (z. B. im Arzneibuch) monographierte Aufgangsstoffe. Üblicherweise lassen sich diese Alternativprüfungen in der Apotheke mit weniger Aufwand durchführen als entsprechende Arzneibuchprüfungen. Bei zertifizierten Ausgangsstoffen, erlauben es die DAC-Alternativen daher meist schnell und dennoch mit hinreichender Sicherheit festzustellen, ob der Inhalt eines Behältnisses der Deklaration entspricht. In diesen Fällen ist die DAC-Prüfung als valide Prüfalternative selbstverständlich auch im Prüfdialog des Laborprogramms gelistet.

Die Farbtafeln zeigen makro- und teilweise mikroskopische Aufnahmen pflanzlicher Drogen sowie Abbildungen von Dünnschichtchromatogrammen, sodass die in der Apotheke erzielten Prüfergebnisse schnell und einfach mit dem DAC-Standard verglichen und beurteilt werden können.

NRF-Bibliothek

Im Bereich der Herstellungsdokumentation steht den DAC/NRF-Abonnenten im Dr. Lennartz Laborprogramm ab sofort eine Bibliothek aller NRF-Rezepturen zur Verfügung. Dabei wurden die Originaltexte des NRF in die Programmdialoge des Dr. Lennartz Laborprogramms übernommen, sodass die Apotheken von weitgehend vorausgefüllten Herstellungsanweisungen und -protokollen profitieren. Dadurch reduziert sich der Aufwand für die Dateneingabe in der Apotheke auf ein absolutes Minimum.

Die NRF-Bibliothek im Dr. Lennartz Laborprogramm enthält alle aktuellen NRF-Rezepturen.

Maximale Flexibilität bei maximalem Komfort

Geöffnet wird die NRF-Bibliothek durch einen Klick auf den neuen DAC/NRF-Button im Hauptmenü des Dr. Lennartz Laborprogramms, der nach erfolgreicher Freischaltung des Moduls zur Verfügung steht. Dort liegen alle NRF-Rezepturen in allen monographierten Konzentrationen und Herstellungsvarianten zur Auswahl bereit. Für Hydrophile Tretinoin-Creme NRF 11.100 stehen demnach insgesamt sechs verschiedene Herstellungsanweisungen zur Verfügung, die drei verschiedene Konzentrationen (0,025%, 0,05% und 0,1%) umfassen und jeweils zwischen der Herstellung aus reiner Rezeptursubstanz (Tretinoin, mikrofein gepulvert) bzw. aus Rezepturkonzentrat (lipophiles Tretinoin-Rezepturkonzentrat 2%) unterscheiden.

Diese Unterscheidung ermöglicht es der Apotheke zwischen allen im NRF angebotenen Herstellungsoptionen zu wählen und dabei möglichst wenige Eingaben selbst vornehmen zu müssen. Dies bedeutet maximale Auswahl bei maximalem Komfort.

Die NRF-Bibliothek im Dr. Lennartz Laborprogramm stellt alle NRF-Rezepturen mit allen monographierten Konzentrationen und Herstellungsvarianten zur unmittelbaren Dokumentation bereit.

Automatische Erkennung von NRF-Rezepturen

Um die Herstelldokumentation einer NRF-Rezeptur zu starten, braucht somit nur der entsprechende Eintrag ausgewählt und auf [Herstellen] geklickt zu werden. Es öffnet sich das Fenster zur Rezeptur-Dokumentation, in dem bereits alle Rezepturdaten hinterlegt sind.

Gibt die Apotheke unwissentlich die Zusammensetzung einer NRF-Rezeptur in das Laborprogramm ein, wird dies automatisch erkannt und auf die Original-NRF-Vorschrift verwiesen, sodass der Herstellung des Arzneimittels diese validierte Anweisung zugrunde gelegt werden kann.

Beim Öffnen einer NRF-Rezeptur sind bereits alle Rezepturdaten hinterlegt.

Herstellungsanweisung: geringfügige Ergänzung

Im weiteren Dokumentationsverlauf müssen lediglich an zwei Stellen der Herstellungsanweisung apothekenspezifische Angaben ergänzt werden:

  • bei den Waagen, da deren Einsatzbereiche vom individuellen Leistungsspektrum der in der jeweiligen Apotheke vorhandenen Geräte abhängig sind,
  • das konkrete Packmittel, dessen Auswahl sich nach der individuellen Ansatzmenge richtet.

Alle anderen Felder (Herstellungstechnik, benötigte Geräte, Herstellungsschritte, Inprozesskontrollen, Hinweise für das Etikett, Laufzeit etc.) sind bereits mit Monographie-konformen Texten des NRF vorausgefüllt.

Soweit möglich sind alle Felder der Herstellungsanweisung bereits mit Monographie-konformen Texten des NRF ausgefüllt.

Auch NRF-Dosierungsempfehlungen integriert

Mit wenigen Klicks kann so eine, den individuellen Apothekenbedingungen angepasste Herstellungsanweisung auf Grundlage der originalen NRF-Texte erstellt werden. Die dabei gespeicherten Inhalte werden automatisch in das Herstellungsprotokoll übernommen, sodass dort ebenfalls nur noch wenige Angaben, wie etwa Patienten- und Arztnamesowie die Ist-Einwaagen und Ergebnisse der Inprozesskontrollen ergänzt werden müssen. Hinsichtlich der Dosierung werden die Empfehlungen des NRFs angezeigt, sofern solche existieren. Diese können, falls sie für den jeweiligen Patienten als adäquat beurteilt werden, unverändert übernommen oder andernfalls individuell angepasst werden.

Auch im Herstellungsprotokoll muss kaum etwas ergänzt werden, da an vielen Stellen die NRF-Texte aus der Herstellungsanweisung übernommen werden.

NRF-konforme Etiketten automatisch generiert

Auch das Rezepturetikett wird entsprechend den Kennzeichnungsvorgaben des NRF automatisch generiert, inklusive korrekter Laufzeit bzw. Aufbrauchfrist sowie aller monographierten Anwendungs- und Warnhinweise. Die herstellungsspezifischen Daten wie Patientenname und Dosierung werden aus dem Herstellungsprotokoll übernommen und die nach § 14 ApBetrO erforderliche Deklaration zusammengesetzter Ausgangsstoffe (bei NRF 11.100. z. B. Basiscreme DAC sowie Butylhydroxytoluol-Paraffinkonzentrat 2%) automatisch ergänzt. Damit genügt ein Klick und das fertige Etikett kann gedruckt werden.

Das Rezepturetikett wird entsprechend den Kennzeichnungsvorgaben des NRF automatisch generiert.

Kontinuierliche Aktualisierung

Bei künftigen Ergänzungslieferungen werden die Inhalte von DAC und NRF selbstverständlich auch im Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken aktualisiert, sodass die Anwender jederzeit auf dem neusten Stand bleiben, solange sie ein gültiges DAC/NRF-Abonnement haben und die jeweils aktuelle Version des Dr. Lennartz Laborprogramms nutzen. Durch die Integration von DAC/NRF wird die Dokumentation mit dem Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken noch effizienter und die Qualität in der Apotheke hergestellter Rezepturarzneimittel weiter steigen. |

Bezugstipp

Hans Lennartz und Andreas S. Ziegler

Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken

1 CD-ROM, 724,– €. Kostenpflichtige CD-ROM-Updates ca. 2 × jährlich (berechtigen zum Zugriff auf Online-Updates).


Taxmodul zum Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken

Jährliche Nutzungslizenzgebühr 124,– €. Online-Updates kostenlos. Nutzung nur in Verbindung mit dem „Dr. Lennartz Laborprogramm für Apotheken“ möglich.


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Tel. 0711 – 25 82 341, Fax 0711 – 25 82 290

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oder unter www.deutscher-apotheker-verlag.de

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