Aus den Ländern

Lobbyarbeit bei den Grünen

LAV Baden-Württemberg diskutiert auf dem Landesparteitag der Grünen mit Spitzenpolitikern

cae | Die Vorbereitung der Bundestagswahl 2017 prägte den Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen am 19. und 20. November in Schwäbisch Gmünd. Mitglieder des Landesapothekerverbands waren dort mit einem Informationsstand präsent und führten mit zahlreichen Delegierten einen Meinungsaustausch.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha und seine Staats­sekretärin Bärbl Mielich waren die prominentesten Landespolitiker, die den Informationsstand besuchten, wo sie mit LAV-Geschäftsführerin Ina ­Hofferberth und Vorstandsmitglied Dr. Hans-Joachim Hofmann diskutierten. Hauptthema war das EuGH-Urteil zu Rx-Boni. Die Grünen unterstützen die Versandhandelsinitiative von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die EuGH-Entscheidung zu Rx‑Boni könne so nicht stehen bleiben, denn die daraus erwachsenden rechtlichen Folgen könnten sich sehr negativ auf die Gesundheitsversorgung auswirken.

Fotos: LAV BW
Grußwort an die Apotheker: Die baden-württembergische Staatssekretärin Bärbl Mielich (li.) trägt sich bei Ina Hofferberth ins Gästebuch des LAV ein.

Ländliche Versorgung sichern

Die Grünen in Baden-Württemberg wollen die gute, flächendeckende Versorgung im ländlichen Raum erhalten und bekennen sich zur Präsenzapotheke mit persönlicher Beratung der Patienten, wie mehrere Delegierte sagten. Die Apotheker am Informa­tionsstand legten ihnen dar, dass Botendienste und Rezeptsammelstellen von Präsenzapotheken eventuelle ­Lücken in der Versorgung füllen ­können.

Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir diskutierte in Schwäbisch Gmünd mit den Apothekern ­Florian Becker (li.) und Andreas Buck (re.).

Auch der neu gekürte Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Cem Özdemir, besuchte den Apothekerstand und hörte sich aufmerksam den Standpunkt der Apotheker Andreas Buck und Florian Becker zu den Rx-Boni und zum Rx-Versandhandelsverbot an. Die Apotheker zeigten z. B. auf, dass das EuGH-Urteil falsche Anreize bei den Patienten setzt. Wenn schon Boni gewährt würden, müssten sie den gesetzlichen Krankenkassen gehören, d. h. allen Versicherten, nicht aber den einzelnen Patienten.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen in Baden-Württemberg, Petra Krebs, machte trotz solcher Argumente deutlich, dass für sie der Versandhandel – zumindest mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln – aus der Versorgungslandschaft nicht mehr wegzudenken ist.

Am Informationsstand verteilten die Apotheker kompakt zusammengefasste Info-Materialien. Darin argumentierten sie, dass die Arzneimittelpreisbindung für unser Gesundheitssystem viele Vorteile bringt – nicht zuletzt für die Patienten selbst. |

Quelle: LAV BW

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