Arzneimittel und Therapie

Pregabalin in Drogenszene beliebt

Illegaler Handel nimmt zu

ms | Das Antiepileptikum Prega­balin wird auf der Straße gehandelt und zu Rauschzwecken in hohen Dosierungen eingenommen. Bei der Verordnung ist daher besondere Aufmerksamkeit geboten.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) mitteilte, wird Pregabalin (Lyrica®) in der Drogenszene immer beliebter. So habe die Polizei in den letzten Monaten vermehrt Drogenhändler festgenommen, die Tabletten mit dem Wirkstoff auf der Straße verkauften. Pregabalin wird in der Therapie der Epilepsie, bei neuropathischen Schmerzen und generellen Angststörungen eingesetzt. Es weist ähnliche Effekte wie ein Benzodiazepin auf, kann entspannend und auch euphorisierend wirken. Die therapeutische Dosierung liegt zwischen 150 und 300 mg, die Tageshöchstdosis bei 600 mg. In der Drogenszene werden meist hohe Dosen bis zu 7500 mg eingenommen. Ärzten wird geraten, Pregabalin bei Suchtkranken zurückhaltend und nur übergangsweise zu verordnen. Sorgfältig sollte auch mit Clon­azepam-Präparaten umgegangen werden, die mit missbräuchlicher Absicht häufig zusätzlich zu Pregabalin eingefordert werden. Durch die gleichzeitige Einnahme wird die sedierende Wirkung von Pregabalin verstärkt. |

Quelle

Kassenärztliche Vereinigung Bremen. Lyrica wird immer häufiger gedealt: Verordnungen sorgfältig abwägen, Meldung vom 13. September 2016 unter www.kvhb.de

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