Prisma

Lsd1 fördert braunes Fettgewebe

Schutz vor Adipositas

cae | Das Enzym Lsd1 verhindert, dass braune Fettzellen sich in weiße Fettzellen umwandeln. Dadurch beugt es einer Adipositas vor.
Foto: Dudarev Mikhail – Fotolia.com
Ohne braunes Fettgewebe würde der Mann diese Übung kaum überleben.

Während weiße Fettzellen Energie speichern, „verbrennen“ braune Fettzellen ihr Fett: Sie besitzen viele Mitochondrien, in denen die braunen Cytochrome Fettsäuren oxidieren und Wärme produzieren. Das Genom beider Zelltypen ist identisch; ihre Differenzierung erfolgt epigenetisch durch die (De-)Methylierung von Histonen.

Ein Team unter Roland Schüle am Exzellenzcluster BIOSS (Biological Signalling Studies) in Freiburg hat dargelegt, dass die Lysin-spezifische Demethylase 1 (Lsd1) bei der Erhaltung der braunen Fettzellen die entscheidende Rolle spielt, indem sie durch Interaktion mit dem Transkriptionsfaktor Nrf1 (Nuclear respiratory factor 1) entsprechende Gene anschaltet. Darüber hinaus ist Nrf1 ein Bestandteil des CoREST-Komplexes, der spezifische Gene der weißen Fettzellen ausschaltet. Da Nrf1 auch die Glykolyse hemmt, könnte eine medikamentöse Aktivierung von Lsd1 einer Adipositas und einer Glucosetoleranz entgegenwirken.

Besser erforscht sind derzeit Lsd1-Hemmer (z. B. Tranylcypromin), nämlich zur Therapie der akuten myeloischen Leukämie. |

Quelle

Duteil D, et al. Lsd1 Ablation Triggers Metabolic Reprogramming of Brown Adipose Tissue. Cell Rep 2016;17(4):1008-1021

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