Aus der Hochschule

20 Jahre Zertifikatskurs Clinical Pharmacy

Jubiläumssymposium in Tübingen

Der Beginn des 20. Zertifikatskurs „Clinical Pharmacy“ an der Universität Tübingen war ein guter Grund zum Feiern: Am 17. September veranstaltete das Pharmazeutische Institut in Zusammenarbeit mit der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg ein Symposium über Klinische Pharmazie.
Foto: Universität Tübingen
Die Teilnehmer des Kurses 2016 mit den Referenten Prof. Dr. med. Thilo Menges und Hannelore Kreckel (links) sowie Prof. Dr. Lutz Heide (vorn).

Im Jahr 1997 fand der vierwöchige Zertifikatskurs „Clinical Pharmacy“ zum ersten Mal an der Universität ­Tübingen statt. Er wurde in enger Zusammenarbeit mit der London School of Pharmacy aufgebaut und mit aktiver Unterstützung durch die LAK Baden-Württemberg, die ADKA und die Deutsche Gesellschaft für Klinische Pharmazie sowie seit Kurzem auch durch die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker durchgeführt. Seither wurde er jedes Jahr einmal veranstaltet.

400 Absolventen in 20 Kursen

So blicken wir nun zurück auf 20 spannende Kurse mit rund 400 erfolgreichen Absolventen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien. Die Nachfrage ist auch nach zwei Jahrzehnten un­gebrochen.

Der Kurs gliedert sich in drei Teile:

  • Er beginnt im September mit zwei Wochen Theorie im Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen;
  • dann folgt ein zweiwöchiges Praktikum unter Betreuung eines Tutors in einer Klinikapotheke;
  • abschließend wird im Februar der Lernerfolg der Teilnehmer in einer Klausur geprüft.

Ohne unsere sehr engagierten Tutoren und Referenten könnten wir den Kurs in dieser Form nicht durchführen, daher danken wir ihnen an dieser Stelle hierfür von Herzen. Auch die Teilnehmer bringen sich immer wieder sehr positiv durch eigene Erfahrungsberichte aus öffentlichen, Krankenhaus-versorgenden und Klinikapotheken des deutschsprachigen Raums (mit unterschiedlichen Gesundheitssystemen) ein und arbeiten so am Erfolg des Kurses mit.

Auf dem Jubiläumssymposium re­ferierte Prof. Dr. Katja Taxis von der Universität Groningen über „Arzneimitteltherapie im Alter – weniger ist mehr? Interventionsmöglichkeiten des Apothekers“. Prof. Dr. Hans-Peter Lipp, Chefapotheker des Uniklinikums Tübingen, setzte sich mit der Thematik „Der Krebspatient in der Apotheke – Möglichkeiten und Grenzen der klinisch-pharmazeutischen Beratung“ auseinander. Apothekerin Christiane Querbach von der TU München rundete mit ihrem Vortrag über „Leitliniengerechten Antibiotika-Einsatz“ das klinisch-pharmazeutische Programm ab.

Wir freuen uns auf weiterhin viele Kollegen, die ihr Wissen in der Klinischen Pharmazie vertiefen und anwenden möchten. |

Dr. Kerstin Seeger und Prof. Dr. Lutz Heide

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