Arzneimittel und Therapie

Resistenzen verhindern

Ribociclib erweitert Optionen bei Brustkrebs

ms | Mit dem oralen CDK4/6-Inhibitor Ribociclib sollen Therapieresistenzen bei hormonsensitivem Brustkrebs verhindert oder verzögert werden. Eine Phase-III-Studie zeigte nun, dass die Kombination von Ribociclib und Letrozol das progressionsfreie Überleben signifikant verlängern kann.

Die Firstline-Therapie von Frauen mit Hormonrezeptor(HR)-positivem, HER2 (human epidermal growth factor 2)-negativem Brustkrebs ist die Gabe von Aromatase-Inhibitoren wie Letrozol. Durch Überexpression der Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 können sich unter ihnen jedoch Resistenzen entwickeln. Dieses Problem soll durch den Einsatz von CDK4/6-Inhibitoren umgangen werden. Durch Blockade der Kinase wird ein G1-Zellzyklus-Arrest eingeleitet. Ribociclib wurde im Modellversuch bereits erfolgreich als Einzelsubstanz und in Kombination mit Letrozol getestet. In einer randomisierten Doppelblind-Studie erhielten 668 Frauen mit HR-positvem, HER2-negativem Brustkrebs Letrozol (2,5 mg pro Tag) und zusätzlich entweder Placebo oder Ribociclib (600 mg pro Tag). Dabei zeigte sich die Kombinationstherapie mit dem Kinase-Inhibitor hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens und dem allgemeinen Ansprechen auf die Therapie für alle Untergruppen der Studie überlegen. |

Quelle

Hortobagyi GN, et al. N Engl J Med 2016, published online 7. Oktober; doi: 10.1056/NEJMoa1609709

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