Arzneimittel und Therapie

Gezielt Migräne vorbeugen

Antikörper zeigt ermutigende Ergebnisse

ms | Der Antikörper AMG 334 soll zur Migräneprävention eingesetzt werden. Nun liegen erste Ergebnisse aus der pivotalen Phase-III-Studie ARISE vor. Tatsächlich führte die Therapie zu einer Reduktion der Migräne-Attacken im Vergleich zu Placebo.

Zur Migräne-Prophylaxe werden derzeit Betablocker, Antidepressiva oder Antiepileptika eingesetzt. Das Wirkstoff-Spektrum könnte sich eventuell bald erweitern: In der ARISE-Studie erhielten 577 Migräne-Patienten einmal monatlich entweder AMG 334 (70 mg subkutan) oder ein Placebo. AMG 334 richtet sich gegen den Rezeptor des Calcitonin-Gene-Related-Peptids (CGRP), der an der bei Migräne auftretenden Schmerzübertragung beteiligt sein soll. Mit einer Reduktion um 2,9 Migräne-Tage in der Verum-Gruppe gegenüber 1,8 Tage in der Placebo-Gruppe war die Therapie mit dem Antikörper signifikant überlegen.

Laut Hersteller war das Sicherheitsprofil vergleichbar mit Placebo. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten Infektionen der oberen Atemwege. |

Quelle

Positive Phase-III-Studiendaten für AMG 334: Signifikante Reduktion der monatlichen Migräne-Tage bei Patienten mit episodischer Migräne, Pressemeldung von Novartis vom 10.10.2016

Das könnte Sie auch interessieren

Prophylaxe mit neuen CGRP-Antikörpern steht vor der Zulassung

Zielgerichtet gegen Migräne

Erster Antikörper zur Prophylaxe von Migräne

Erenumab reduziert Migräne-Attacken

Antikörper zur Migräne-Prophylaxe

Fremanezumab bessert chronische Migräne

Erenumab (Aimovig®) zur Prophylaxe eingeführt

Impfen gegen Migräne

Migräne-Antikörper Emgality

Galcanezumab kommt auf den Markt

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.