DAZ aktuell

Margendeckel nicht plausibel

Die Linke zum Apothekenhonorar

BERLIN (bro/ks) | Die Linksfraktion im Bundestag setzte sich in der Vergangenheit immer wieder für die Belange der Apotheker ein. Nun begrüßt sie, dass das Apothekenhonorar im Referentenentwurf für das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz thematisiert wird. Ihre gesundheitspolitische Sprecherin, Kathrin Vogler, meint aber, es ginge noch besser und fordert eine Dynamisierung des Apothekenhonorars.

„Wer weiß, wie viel Zeit und Know-how eine vorschriftsmäßig hergestellte Creme braucht, weiß auch, dass das bislang gezahlte Honorar jedenfalls nicht kostendeckend ist“, so Vogler gegenüber DAZ.online. Was sich ihr aber nicht erschließt ist, dass die Rezepturarzneimittel beim Kassenabschlag ebenso behandelt werden sollen wie Fertigarzneimittel – nicht aber bei der Notdienstpauschale. Auch wenn die Fraktion begrüße, dass es mehr Geld für die BtM-Abgabe und Rezepturen geben soll: „Noch besser wäre es, aus der politischen Beliebigkeit herauszukommen und klar definierte Kriterien für eine kostendeckende Honorierung festzulegen und die Höhe entsprechend regelmäßig anzupassen“, sagt Vogler. Die Linksfraktion fordere seit Jahren eine Dynamisierung des Apothekenhonorars. Denkbar sind für Vogler zudem Honorierungsapekte, die speziell in wenig versorgten Flächenregionen wirken. Wo die Arzneimittelversorgung über eine Präsenz­apotheke nur per Rezeptsammelstelle gewährleistet werden könne, wäre ein Ausgleich des Aufwands vorstellbar. Kein Verständnis hat Vogler für die Idee aus den Regierungsfraktionen, die 3-Prozent-Marge zu deckeln. Dies „hätte wenig Auswirkungen auf die Kassen-Ausgaben und ist in sich nicht plausibel“. |

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