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Jobmotor weiter auf vollen Touren

Kammerversammlung in Westfalen-Lippe

cae | Dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Frage, ob ausländische Versandapotheken sich an die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland halten müssen oder nicht, sieht Westfalen-Lippes Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening „gelassen“ entgegen. Denn bisher habe der EuGH den EU-Mitgliedstaaten bei der Ordnung ihres Gesundheitswesens einen ­gewissen Gestaltungsspielraum ­zuerkannt.
Foto: AKWL/Sokolowski

Gabriele Regina Overwiening

Mit diesem Statement leitete Overwiening ihren Bericht während der Kammerversammlung am 8. Juni in Münster ein. Danach folgte etwas Statistik: Im Bezirk Westfalen-Lippe nimmt die Anzahl der Apotheken zwar seit neun Jahren kontinuierlich ab, aber die Zahl der Beschäftigten ist auf aktuell 15.831 gestiegen – das sind 1200 mehr als vor fünf Jahren, und der Trend ist ungebrochen. Derzeit gibt es 14-mal so viele offene Stellen in Apotheken wie stellensuchende Personen. Der akute Fachkräftemangel ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass viele Angestellte nur Teilzeit arbeiten.

Overwiening lobte rückblickend das Telematik-Projekt „TEAM eGK“, das wesentlich zum Aufbau einer IT-Abteilung in der ABDA beigetragen habe. Zufrieden ist Overwiening auch mit dem AMTS-Projekt der Kammer, denn es haben sich schon über 600 Apotheker zu AMTS-Managern qualifiziert. Derzeit wird das Projekt von einer Arbeitsgruppe an der Universität Bonn evaluiert; von den anfallenden Kosten trägt die Krankenkasse AOK NordWest erfreuliche 80.000 Euro. Overwiening wies – ebenso wie Geschäftsführer Dr. Andreas Walter – die Kritik aus der Apothekerschaft an dieser Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse als unberechtigt zurück.

Michael Schmitz, Geschäftsführer Kommunikation der Kammer, berichtete über das neue Angebot „AKWL-TV“ mit Kurzfilmen über Themen und Veranstaltungen aus dem Apothekerhaus und über den Facebook-Auftritt der Kammer. Was die Arbeit seiner Kollegen bei der ABDA betrifft, lobte er die gelungene Image-Kampagne, kritisierte aber, dass die klassische Öffentlichkeitsarbeit „viel zu defensiv ausgerichtet“ sei.

Sie können einen dreiminütigen AKWL-TV-Film über die Kammerversammlung ansehen, wenn Sie auf der Website www.akwl.de oben rechts auf „YouTube“ klicken. |

Quelle: www.akwl.de

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