Prisma

Zu wenig Wasser im Colorado

Pegelstand von Lake Mead sinkt auf Rekordtief

cae | Der Stausee Lake Mead in ­Nevada und Arizona hat den niedrigsten Wasserstand in seiner Geschichte erreicht. Die Furcht vor ­einem chronischen Wassermangel wächst.
Foto: ShutterDivision – Fotolia.com

Der Hoover-Damm von der Seeseite, davor ein Turm, durch den ein Teil des Wassers zu den Turbinen des Kraftwerks und danach weiter nach Mexiko fließt, wo dann der letzte Tropfen verdunstet oder versickert.

Der im Jahr 1936 errichtete, 221 m hohe Hoover-Damm staut den Colorado zum Lake Mead, dem größten künstlichen See der USA. Der Damm gleicht sowohl die jahreszeitlichen Schwankungen der Wasserführung aus (Maximum im Februar, Minimum im Juli) als auch die mehrjährigen Schwankungen, die von den vorherrschenden Großwetterlagen abhängen. Nun erlebt der Westen der USA schon seit dem Jahr 2000 eine Dürre, die durch die ­extrem trockenen Jahre 2012/13 verschärft wurde. Der El Niño des letzten Winters hat zwar der Westküste und den Rocky Mountains mehr Regen und Schnee beschert als üblich, aber nicht so viel wie erwartet. Nun ist der Pegel des Lake Mead auf 1084 Fuß gesunken – das sind 45 m unter dem Wasserstand bei Vollstau. Damit ist der See nur noch zu 37 Prozent gefüllt. Frühestens 2017 könnte die Entnahme von Wasser aus dem See oder Colorado eingeschränkt werden. Das würde zuerst Nevada (mit Las Vergas) und Arizona treffen, während Kalifornien weiterhin beliefert werden würde; auch der Abfluss nach Mexiko würde vorerst nicht unter die vertraglich vereinbarte Mindestmenge fallen. |

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