DAZ aktuell

Ein Gewinn für Patienten

ADKA für Stationsapotheker-Pflicht

STUTTGART (hfd/ral) | Auf jeder Krankenhausstation in Deutschland soll es einen Apotheker geben, empfiehlt ein Ausschuss im niedersächsischen Landtag. Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e. V. begrüßt dies.

Die Forderung der Politiker nach einer bundesweiten, verpflichtenden Einführung von Stationsapothekern soll die Arzneimittelsicherheit erhöhen – als Konsequenz auf eine Reihe von Pflegemorden. Beim ADKA stößt dies auf offene Ohren. „Wir begrüßen die Forderung des niedersächsischen Landtages zur besseren Arzneimitteltherapiesicherheit in den deutschen Krankenhäusern“, sagte ADKA-Präsident Markus Müller in einer Stellungnahme. „Das wäre ein großer Gewinn für alle Patienten!“ Seit vielen Jahren fordere sein Verband, die Kompetenz der Klinikapotheker stärker im stationären Bereich für die Sicherheit und Effizienz der Arzneimitteltherapie zu nutzen. „Wir können die Politik und die Verantwortlichen in den Krankenhäusern nur intensiv ermutigen, Krankenhausapotheker auf Station vorzugeben“, so Müller. So könne Deutschland den Qualitätsstandard anderer Industrieländer erreichen. Es sei beschämend, dass Deutschland das europaweite Schlusslicht bei der Anzahl von Apothekern im Krankenhaus darstelle. „Die Deutschen Krankenhausapotheker sind jedenfalls mit allen Kräften bereit, ihren Beitrag für mehr Arzneimitteltherapiesicherheit zu leisten,“ betont der ADKA-Präsident.

Die bereits weitgehend abgestimmten Empfehlungen des Landtagsausschusses sollen demnächst finalisiert und im Juni vom Landtag verabschiedet werden. Gänzlich offen ist allerdings noch die Kostenseite. |

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