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Froese will Landapotheken fördern

Maßnahmen gegen drohenden Apothekenmangel in ländlichen Gebieten geplant

BERLIN (bro) | Wie in anderen Bundesländern ist auch in Schleswig-Holstein die Apothekenzahl rückläufig. Insbesondere für schließende Apotheken in ländlichen Gebieten könnten keine Nachfolger mehr gefunden werden, fürchtet Dr. Peter Froese, Vorsitzender des Apothekerverbandes Schleswig-Holsteins. Er setzt sich daher für gezielte Fördermaßnahmen für Landapotheken ein.

Aus Froeses Sicht ist es wichtig, Diskussionen um die Zukunft der Landversorgung nicht nur auf die Ärzte zu beschränken. Vielmehr müsse man beide Berufsgruppen gemeinsam betrachten. Erst kürzlich hatte Froese gegenüber der Ärztezeitung dafür ­geworben, dass „gezielte finanzielle Anreize“ für Apotheker und Ärzte auf dem Land nötig seien, um Schließungen zu vermeiden. Auf Nachfrage konkretisierte er seine Aussage: „Aus meiner Sicht wäre es denkbar, dass Ärzte und Apotheker gemeinsam von gezielten, organisatorischen und finanziellen Fördermaßnahmen profitieren, wenn sie sich auf dem Land niederlassen oder – noch wichtiger – Niederlassungen weiterführen.“ Solche Fördermaßnahmen müssen aus Sicht des LAV-Vorsitzenden nicht ­unbedingt finanzieller Natur sein. Möglich seien auch verbesserte rechtliche Rahmenbedingungen. Ein konkretes Modell für die Besserstellung von Landapotheken und -ärzten habe er „bewusst“ noch nicht entwickelt. Denn bei allen Fördermaßnahmen für Landapotheken bestehe eine Abgrenzungsproblematik: „Man wird sich also fragen müssen, was eine Land­apotheke ist und was nicht“, so Froese. |

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