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Häussermann-Preis für Barbara Geyer

Auszeichnung für Arbeit zur Medikationsanalyse

BAD ZWISCHENAHN (tmb) | Beim Fortbildungskongress der Apothekerkammer Niedersachsen wurde am 16. April der diesjährige Preis der Dr. Hellmuth-Häussermann-Stiftung verliehen. Barbara Geyer, die als Apothekerin in einer krankenhausversorgenden öffentlichen Apotheke in Gröbenzell tätig ist, ­erhielt den Preis von Kammerprä­sidentin Magdalene Linz, die dem Vorstand der Stiftung angehört.

Die Stiftung erinnert an den Apo­theker und Diplom-Chemiker Dr. Hellmuth Häussermann, der 1962 die Fortbildung der Apothekerkammer Niedersachsen begründet hatte. Die Stiftung wurde 1979 gegründet und soll die wissenschaftliche Arbeit des pharmazeutischen Nachwuchses fördern. Sie vergab zunächst Aufgaben in pharmazeutischer Analytik und Technologie. Der Stiftungsvorstand hat jedoch inzwischen beschlossen, die Aufgaben am Perspektivpapier der Apotheker für 2030 auszurichten, erklärte Linz bei der Preisvergabe. Von drei gebotenen Optionen haben alle diesjährigen Teilnehmer das Medikationsmanagement gewählt.

Foto: DAZ/tmb

Barbara Geyer (rechts) erhält den Preis der Dr. Hellmuth-Häussermann-Stiftung und einen Blumenstrauß von Kammerpräsidentin Magdalene Linz.

Barbara Geyer hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen Dr. Sonja Mayer und Michaela Häberle die Arbeit „Komplexität der Medikations­analyse – Profitieren von den Erfahrungen aus zwei Jahren“ eingereicht, die nun prämiert wurde. Geyer ist als Apothekerin auf Station in der Medikationsanalyse tätig und arbeitet interdisziplinär mit Krankenhausärzten zusammen. Zwischen November 2013 und Ende 2015 hat sie 7890 Patienten visitiert und bei 3832 Patienten 6240 relevante arzneimittelbezogene Probleme identifiziert, die sie im interdisziplinären Gespräch geklärt hat. In der Arbeit werden der Prozess der Medikationsanalyse erklärt und Wege zur interprofessionellen Kommunikation aufgezeigt. Linz betonte, dass dabei Handlungshilfen zur Beurteilung von Wechselwirkungen unter Berücksichtigung patientenindividueller Faktoren entwickelt wurden. Ziele seien die interne Standardisierung und die Qualitätssicherung bei der Medika­tionsanalyse. Die Arbeit zeige auch, dass das Medikationsmanagement zur Apotheke gehört, so Linz.

Am Rande der Preisverleihung betonte Götz Schütte, der ebenfalls Mitglied des Stiftungsvorstandes ist, gegenüber der DAZ die berufspolitische Bedeutung der prämierten Arbeit. Die pharmazeutischen Leistungen und die Zusammenarbeit von Apothekern und Ärzten im Krankenhaus könnten auf die ambulante Versorgung übertragen werden. |

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