Prisma

Eisenspiegel nicht-invasiv messen

Ableitung von der Zink-Eisen-Relation

cae | Mit einem neuen Verfahren ist es möglich, den Eisengehalt des Blutes fluoreszenzspektrometrisch an der Unterlippe zu bestimmen.

Das von Wissenschaftlern des LIFE-Zentrums am Klinikum der Universität München entwickelte Verfahren beruht auf der Tatsache, dass der Körper bei Eisenmangel etwas mehr Zink-­Protoporphyrin (ZnPP) statt Eisen-­Protoporphyrin IX bildet, das besser unter der Bezeichnung Häm bekannt ist. Beide Komplexverbindungen unterscheiden sich durch das Zentralatom, das im einen Fall Zink, im andern Fall Eisen ist. Bei einem Eisenmangel beträgt das Verhältnis von ZnPP zum Häm in den Erythrozyten mindestens 50 µmol/mol; bei einem guten Eisenstatus sinkt der Wert auf etwa 30 bis 40 µmol/mol.

Das Messverfahren in Kürze: Eine flexible Lichtleitfaser, die auf die Unterlippe aufgesetzt wird, emittiert blaues Licht, das die Schleimhaut durchdringt und das ZnPP in den Erythrozyten ­fluoreszieren lässt. Dadurch kann das ZnPP quantitativ bestimmt werden und aus der gemessenen Konzen­tration mithilfe eines Computerprogramms auf die ZnPP-Häm-Relation geschlossen werden.

Bei 56 Personen (darunter 35 mit Eisenmangel) zeigte diese Methode eine sehr hohe Sensitivität und Spezi­fität (97 bzw. 90%). |

Quelle

Hennig G, et al. Non-invasive detection of iron deficiency by fluorescence measurement of erythrocyte zinc protoporphyrin in the lip. Nat Commun; Epub 17.2.2016

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