Apotheke und Markt

Bedeutung der Fußpflege wird unterschätzt

Gehwol Diabetes-Report 2016

Besser, aber noch nicht gut! So lautet das Fazit des Gehwol Diabetes-Reports 2016 [1]. Alle zwei Jahre untersucht der Report das Fußpflegebewusstsein von Menschen mit Diabetes in Deutschland. Auch wenn sich Diabetiker heute mehr als noch vor zwei Jahren der Risiken für ein diabetisches Fußleiden bewusst sind, so wird die Bedeutung der Fußpflege immer noch häufig unterschätzt.
Foto: Eduard Gerlach

In der Bundesrepublik haben schätzungsweise 250.000 Menschen [2] mit Diabetes einen Ulkus oder eine ähnliche Fußverletzung. Bei 11.200 Patienten [2] pro Jahr führt sie zu einer Amputation. Immerhin: Vor zwei Jahren war der Mehrheit der Diabetiker (63%) noch nicht einmal klar, dass sie besonders auf ihre Füße achten sollten. Die Zahlen aus dem aktuellen Diabetes-Report sprechen für eine Verbesserung. Inzwischen sagen 60 Prozent, dass ihnen das Risiko bekannt ist. 75 Prozent geben außerdem an, dass sie sich über Folgeerkrankungen rund um Diabetes informieren und auch darüber, wie sie durch Fußpflege etwas für ihre Fuß­gesundheit tun können. Hierbei lassen sie sich mehrheitlich von ihrem Fußpfleger (85%), ihrem Arzt (77%), einem Diabetesberater (72%) oder in der Apotheke (55%) beraten. Somit scheint die Aufklärung durch Fachkreise das Risikobewusstsein der Diabetiker verbessert zu haben.

Foto: Eduard Gerlach

Cremen hilft!

Am Beginn der Kaskade hin zu einer Fußverletzung beziehungsweise einer Wunde (Ulkus) stehen meist kleinere Hautprobleme. So bestätigten etwa 50 Prozent der für den Gehwol Diabetes-Report befragten Patienten, dass sie unter trockener Haut leiden. 34 Prozent gaben an, rissige Haut zu haben, und genauso viele klagten über Schwielen und übermäßige Hornhaut. Mit täglicher Fußpflege lassen sich diese Pro­bleme leicht beheben. Dazu gehört vor allem das tägliche Eincremen. Empfohlen werden hierfür feuchtigkeitsspendende Emulsionen oder Pflegeschäume, die Harnstoff enthalten [3]. Harnstoff gehört zu den etablierten Feuchthaltesubstanzen in der Hautpflege. In ausreichender Konzentration (ab 10%, z. B. in Gehwol med Lipidro Creme) hat Urea zudem keratoplastische Eigenschaften. In höherer Konzentration (ab 18%, z. B. in Gehwol med Hornhaut-Creme) trägt Urea dazu bei, die Hornschichtdicke zu reduzieren.

Literatur

[1] Gehwol Diabetes-Report 2016. IDS Deutschland und Insight Health, September 2015 (n = 3265 Diabetiker via 120 Arztpraxen).

[2] Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2016

[3] Patientenleitlinie zur Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes: Präventions- und Behandlungsstrategien für Fußkomplikationen, BÄK, KBV, AWMF, April 2008

Eduard Gerlach GmbH, Bäckerstr. 4 – 8, 32312 Lübbecke, www.gehwol.de


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