Gesundheitspolitik

Krankenkassen mit Überschuss

BERLIN (ks) | Um die Finanzen der Krankenkassen ist es solide bestellt. Bis Ende September ist bei ihnen ein Überschuss von 1,5 Mrd. Euro aufgelaufen.

Dass die GKV-Finanzlage nicht schlecht aussieht, zeichnete sich schon ab, als kürzlich der Schätzerkreis befand, der durchschnittliche Zusatzbeitrag könne auch 2017 stabil bei 1,1% bleiben. Vorige Woche meldete dann die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ), dass die 117 gesetzlichen Kassen Ende September einen Überschuss von knapp 1,5 Mrd. Euro auswiesen. Sie hätten ihr Plus von 600 Mio. Euro aus dem ersten Halbjahr im dritten Quartal damit mehr als verdoppelt.

Allerdings ist die Finanzlage je nach Kassenart sehr unterschiedlich. Mit 757 Mio. Euro weisen laut FAZ die Ersatzkassen den höchsten Überschuss aus. Die ­AOKen folgen mit 558 Mio. Euro. Die Knappschaft nannte ein Plus von 124 Mio. Euro, und auch die Betriebskrankenkassen erwarteten ein leicht positives Ergebnis. Nur die Innungskassen rutschen demnach leicht ins Defizit.

2017 hohe Ausgaben?

Als Grund für die positive Entwicklung wird die verhaltene Entwicklung der Ausgaben genannt. Der Vorstandschef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, freut sich lieber nicht zu früh: „Wir stellen uns auf starke Ausgabenschübe im nächsten Jahr ein, erst dann werden die vielen kostspieligen Reformen durchschlagen“, sagte er der FAZ. |

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