Gesundheitspolitik

Plädoyer für Open-House

SpectrumK: Verträge mit 170 Apotheken

BERLIN (ks) | Der Krankenkassendienstleister SpectrumK nahm die Fachanhörung zu Zyto-Ausschreibungen im Bundestag zum Anlass, ein weiteres Vertragsmodell zu bewerben: die Open-House-Verträge. SpectrumK geht diesen Weg seit 1. Oktober – und ist überzeugt, damit allen Beteiligten zu dienen.

Nachdem Krankenkassen, die Zyto-Verträge mit nur einer Partner-Apotheke pro ausgeschriebener Region geschlossen hatten, massiv kritisiert wurden, ist SpectrumK einen anderen Weg gegangen. Für 53 Krankenkassen mit insgesamt rund 9 Millionen Versicherten hat der Dienstleister als erster bundesweit Open-House-Verträge für die Versorgung mit parenteralen Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln ausgeschrieben. Zu von der Kasse vorgegebenen Bedingungen konnte jede Apotheke, die bereit und in der Lage war, diese zu erfüllen, mitmachen.

Für die Ausschreibung wurde das Bundesgebiet zunächst in 676 Regionallose, die jeweils bestimmte Postleitzahlengebiete umfassen, aufgeteilt. Später sprach spectrumK von 788 Regionen.

Seit 1. Oktober laufen die Verträge nun. Und SpectrumK frohlockt in einer Pressemitteilung: „Dieses Modell trägt nicht nur zu mehr Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen bei, sondern es sichert vor allem eine hochwertige und wohnortnahe Versorgung der Menschen, die an Krebs leiden“, sagt Geschäftsführer Yves Rawiel. Angesichts der vielen Regionen sei eine zeitnahe Versorgung auch in dringenden Fällen gewährleistet, versichert Dr. Dirk Sunder Plaßmann, Leiter Versorgungsmanagement bei SpectrumK.

Keine Umsteuerung nötig

Zudem erfordere das Open-House- Verfahren – im Gegensatz zur ­exklusiven Ausschreibung – auch keine Umsteuerung von den verordnenden Ärzten zu anderen Apotheken.

Auch seien die Vertragskonditionen – hierzu gehören neben Preiskomponenten insbesondere auch Qualitätsstandards – vorab bekannt. „Wir geben den Apotheken damit Kalkulations- und Planungssicherheit und zeigen, dass es uns eben nicht darum geht, Tiefstpreise zu erreichen, sondern die Versorgung möglichst wohnortnah, unkompliziert und ganz im Sinne der Patienten zu gestalten“, so Yves Rawiel.

Davon sind allerdings nicht alle Apotheken überzeugt. Denn der Preis war dem Dienstleister durchaus wichtig. So forderte SpectrumK auf verwendete patentgeschützte Fertigarzneimittel 2,5% Rabatt, auf Generika 15% und auf Biosimilars 12%.

Daran mag es auch liegen, dass noch nicht alle Lose besetzt sind. Laut SpectrumK beteiligen sich bislang etwa 170 Vertragsapotheken – sie liefern in mehr als 560 Regionen. „Und es werden täglich mehr“, freut sich Rawiel.

Rabattverträge mit Herstellern, wie sie derzeit im Gesetzentwurf für das AMVSG vorgesehen sind, braucht es für den Geschäftsführer nicht. Aus seiner Sicht geht nichts über Open-House-Verträge. |

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