Wirtschaft

Stada sucht Unterstützung

Pressebericht: Mandat an Investmentbank Goldman Sachs

cha | Bei der Stada scheinen neue Zeiten anzubrechen: Der – zumindest offiziell – interimistische Vorstandsvorsitzende Matthias Wiedenfels lässt sich nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs beraten. Ziel sei es, die Position gegenüber Investoren zu stärken.

Viele DAX- und M-DAX-Unternehmen suchen bei drohenden Übernahmen die Unterstützung von Investmentbanken. Der langjäh­rige Stada-Vorstandsvorsitzende Retzlaff, der nach Angaben des Konzerns sein Amt derzeit krankheitsbedingt ruhen lässt, hat auf eine solche Beratung verzichtet.

Sein Nachfolger Wiedenfels ist hier offenbar anderer Ansicht: Die FAZ berichtet „aus sicheren Quellen“, dass eine große amerikanische Investmentbank den Auftrag habe, den Vorstand generell bei der Positionierung gegenüber ­großen Investoren zu beraten. Aus Kapitalmarktkreisen sei zu hören, dass es sich dabei um Goldman Sachs handle. Dabei geht es wohl nicht um ein „klassisches reines Verteidigungsmandat“; dennoch dürfte eine Abwehrstrategie bei einer drohenden Übernahme darin enthalten sein.

Stada ist schon seit Längerem ein Übernahmekandidat. Zuletzt soll es Gespräche zwischen Retzlaff und der Beteiligungsgesellschaft CVC gegeben haben, die jedoch von offizieller Unternehmensseite dementiert wurden. Aktuell steht Stada unter Druck des aktionistischen Aktionärs Active Ownership Capital, der einen Umbau des Aufsichtsrats anstrebt. Aus diesem Grund war die Hauptversammlung der Stada vom 9. Juni auf den 26. August verschoben worden.

Übernahme abwehren oder teuer verkaufen?

Welche Ziele Wiedenfels in Sachen Übernahme verfolgt, ist indes unklar. Möglicherweise will er die Übernahme mithilfe der Investmentbank abwehren, vielleicht will er aber den Konzern auch so teuer wie möglich verkaufen.

Die Stada selbst äußert sich nicht zu diesen Gerüchten, auch gegenüber der Apotheker Zeitung wollte sie keinen Kommentar abgeben. |

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