Gesundheitspolitik

DAV und AOK BaWü gegen die Quote

az | Die AOK Baden-Württemberg und der Deutsche Apothekerverband (DAV) fordern gemeinsam die Streichung der Importquote für Arzneimittel. Die bestehende Vorgabe, mindestens fünf Prozent des Umsatzes mit Fertigarzneimitteln durch Importe zu bestreiten, sei längst nicht mehr zeitgemäß, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Importquote bedeute enormen bürokratischen Aufwand und gefährde die Arzneimittelsicherheit für die Patienten.

„Der Apotheker braucht mehr Spielraum, um sich bei Sicherheitserwägungen im Einzelfall ­gegen ein Importmedikament entscheiden zu können. Denn lange, grenzüberschreitende Lieferketten erhöhen das Risiko für das Einschleusen von gefälschten Medikamenten. Leider sind Chargenrückrufe von Importarzneimitteln längst keine Einzelfälle mehr“, so der DAV-Vorsitzende Fritz Becker. Und AOK-Chef Christopher Hermann fordert: „Der Gesetzgeber sollte die Reimportquote durch sinnvollere Maßnahmen ersetzen und Krankenkassen und Apothekerverbänden die Möglichkeit ­eröffnen, selbst zu handeln.“ |

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