Wirtschaft

Schöner mit der Stada

Leichtes Wachstum für 2016 erwartet

wes/cha | Nach einem eher durchwachsenen Jahr will die Stada sich zukünftig verstärkt auf ihre Eigenmarken konzentrieren – das verkündete Vorstandschef Hartmut Retzlaff bei der Bilanzpressekonferenz. Mit dem Einstieg in die Ästhetiksparte tritt das Bad Vilbeler Unternehmen in direkte Konkurrenz zum Frankfurter Merz-Konzern.

Das Jahr 2015 ist für Stada nicht gut gelaufen. Zwar stieg der Konzernumsatz um 3% von 2,06 auf 2,12 Milliarden Euro, doch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von 419 auf 377 Mio. Euro (bereinigt: 431 auf 389 Mio. Euro) – ein Minus von 10%. Und so sinkt auch der um einmalige Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn um 12% auf 284 Mio. Euro, der ausgewiesene Gewinn steigt dagegen um 71% auf 110 Mio. Euro an.

Laut dpa will sich Stada in Zukunft stärker auf seine OTC-Marken konzentrieren. Der Umsatz mit den Markenprodukten stieg um 7% auf 854 Mio. Euro und trägt damit rund 40% zum Kon­zernerlös bei.

Vom Kerngeschäft Generika will man sich in Bad Vilbel aber nicht verabschieden, einen Schwerpunkt will man bei den Biosimilars setzen.

Trotz der anhaltenden Probleme im russischen Markt und der schwachen Entwicklung des britischen Pfunds geht Stada für 2016 von einem leichten Wachstum aus – auch wenn das erste Quartal 2016 „gedämpft“ ausfalle.

Falten füllen und Gesichter straffen

Auf einem noch wenig bestellten Geschäftsfeld will Stada zukünftig aktiv werden: Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll das Ästhetik-Geschäft ausgebaut werden. Bereits Ende vorigen Jahres hat das Unternehmen eine Kooperation mit dem ­österreichischen Anbieter Croma-Pharma geschlossen. Damit ­wurden Vertriebsrechte u. a. in Deutschland und anderen europäischen Ländern an Hyaluronsäureprodukten wie Faltenfüllern, Medizinprodukten wie Fäden zum „Liften“ sowie an noch in der Entwicklung befindlichen Präparaten mit Botulinumtoxin erkauft. |

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