DAZ aktuell

Ordentliche Leistung ordentlich vergüten!

Becker wehrt sich gegen Rebschers Aussage zu Nullretaxationen

BERLIN (ks) | Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands, hat kein Verständnis für die Aussage des DAK-Chefs Herbert Rebscher, Nullretaxationen seien grundsätzlich gerechtfertigt: „Wir Apotheker versorgen tagtäglich rund um die Uhr Millionen Patienten mit lebenswichtigen Arzneimitteln, aber einzelne Krankenkassenvertreter glauben offensichtlich, die Zeche dafür prellen zu können. Das ist ebenso unverschämt wie ­inakzeptabel.“
Foto: DAK

DAK-Chef Herbert Rebscher: „Nullretaxationen sind grundsätzlich gerechtfertigt.“

Rebscher hatte gegenüber „apotheke adhoc“ erkärt: „Wer nicht in der Lage ist, eine ordentliche Rechnung zu stellen, kann nicht erwarten, ordentlich vergütet zu werden.“ Das gehe jedem Schlosser genauso. Wenige Worte, die für viel Wirbel sorgten – offenbar auch bei der ABDA.

Foto: ABDA/LAV BW

DAV-Chef Fritz Becker: „Exzessive Retaxationen aufgrund von Formfehlern sind der falsche Weg.“

Becker hält dem entgegen: „Wenn Apotheker eine ordentliche Leistung erbringen, müssen sie auch eine ordentliche Vergütung erhalten.“ Und weiter warnt er: „Einzelne Krankenkassen müssen aufpassen, dass sie nicht in den Verdacht geraten, Nullretaxationen als Kostenkürzungsinstrument zulasten ihrer eigenen Versicherten zu missbrauchen.“ Der DAV-Vorsitzende ist überzeugt: ­Exzessive Retaxationen aufgrund von Formfehlern sind der falsche Weg. Der Gesetzgeber habe dies erkannt und deswegen im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetzes die Weichen in ­Sachen Retaxation neu gestellt. |

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