... auch DAZ noch

destatis/ral | Die Grippewelle ist in vollem Gang. Derzeit liegen bereits mehr als 18.000 bestätigte Grippefälle vor. Und es dürften noch mehr werden, denn der Gipfel der Welle ist Medizinern zufolge noch nicht erreicht. Wahrscheinlich schlägt die Grippe damit härter zu als in den vergangenen Jahren – allerdings lässt sich der weitere Verlauf der Grippeinfektionen nur schwer abschätzen, meint das Robert Koch-Institut.

Zitate der Woche

„Leichtgläubigkeit ist eine Krankheit der Seele. Folgende Schüßler-Salze werden innerlich gegen Leichtgläubigkeit eingesetzt: Nr. 3, Nr. 7 und Nr. 20.“

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„Die irrationale Angstmacherei mancher Impfgegner ist verant­wortungslos.“

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zum aktuellen Masernausbruch

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„Wenn die Impfbereitschaft nicht steigt, muss eine Impfpflicht für Kleinkinder der nächste Schritt sein.“

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitspolitiker, zum aktuellen Masernausbruch

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„Impfskeptiker bringt man nicht durch Zwang zum Umdenken, ­sondern durch umfassende, ­unabhängige Beratung.“

Katja Dörner, Fraktionsvize der Grünen im Bundestag, zum Masernausbruch

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„Bei der Qualität der Beratung gibt es keine Unterschiede zwischen Versandapotheken und Vor-Ort-Apotheken.“

Hilde Mattheis, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, lehnt ein Versandverbot für die ­„Pille danach“ ab

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„Rezeptsammelstellen sind eine gute Möglichkeit, um auch in ländlich geprägten und dünn besiedelten Gebieten die Bevölkerung zuverlässig mit Arzneimitteln zu versorgen.“

Lothar Riebsamen, CDU-Bundestags­abgeordneter, zu Rezeptsammelstellen

Zahl der Woche

Mehr als 18.000 Grippekranke

Definitive Zahlen liegen zur Grippewelle des Jahres 2013 vor. So meldete das Statistische Bundesamt aktuell, dass im Jahr 2013 14.027 Personen ­aufgrund einer Grippe vollstationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Jahr 2012 waren mehr als 9000 Fälle weniger. Regional gab es 2013 dabei große Unterschiede. Während in Bremen nur fünf Personen je 100.000 Einwohner wegen einer Grippe im Krankenhaus versorgt werden mussten, waren es in Sachsen-Anhalt mit knapp 41 Personen je 100.000 Einwohner mehr als achtmal so viele. Auch bei der aktuellen Grippewelle lassen sich regionale Unterschiede ausmachen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz, ­Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Thüringen, im Süden Niedersachsens und Brandenburgs sowie in einigen Regionen Schleswig-Holsteins.

Besonders häufig von einer Infektion mit Grippeviren sind Personen im ­Alter über 60 Jahren betroffen. Dabei dominiert der Virus-Subtyp A(H3N2). Da dieser Subtyp der WHO zufolge in der Regel bei Senioren und anderen Risikogruppen schwerere Verläufe auslöst als andere Subtypen, wird für die aktuelle Grippeepidemie mit einer erhöhten Anzahl von schweren Infektionen, Krankenhausaufenthalten, ­Intensiv-Einweisungen und Todesfällen bei älteren Menschen gerechnet. 

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