DAZ aktuell

Weniger selbstständige Apothekenleiter

Die Zahl der Apotheken in Westfalen-Lippe ist 2014 im neunten Jahr in Folge gesunken. Laut Apothekerkammer standen vergangenes Jahr 14 Neu- bzw. Wiedereröffnungen 51 Schließungen gegenüber. Damit sank die Zahl der Apotheken innerhalb eines Jahres von 2077 auf 2040 – und damit auf den niedrigsten Wert seit 1981. Was in Westfalen-Lippe allerdings wächst, ist die Zahl der Filialapotheken. Waren es Ende 2013 noch 410, hat sich ihre Zahl zum Jahresende 2014 auf 425 erhöht - derzeit wird dort somit mehr als jede fünfte Apotheke als Filiale betrieben. Das bedeutet aber auch: Die Zahl der selbstständigen Apothekenleiter und -leiterinnen sinkt. Aktuell beziffert die AKWL sie auf 1615. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 wurden noch 2256 selbstständige Apotheker gezählt.

Deutschland auf dem neunten Rang

Trotz der Finanzkrise verbessert sich die Gesundheitsversorgung in Europa weiter – aber die Schere zwischen ärmeren und reichen Ländern klafft noch mehr auseinander, wie der Euro Health Consumer Index 2014 zeigt. Der jährlich aktualisierte Index beschreibt das unabhängige Ranking der Gesundheitsversorgung in 36 Ländern mithilfe verschiedener Disziplinen und Indikatoren. Neun Länder, allesamt westeuropäische, haben einen Score von über 800 der maximalen 1000 Punkte erreicht, ein neuer Rekord (Niederlande, Schweiz, Norwegen, Finnland, Dänemark, Belgien, Island und Luxemburg). Deutschland rangiert mit 812 Punkten auf Rang neun. Nach dem spektakulären Absturz vom damaligen Rang sechs auf Rang 14 im Jahr 2012, der seinerzeit vor allem der „nörgeligen Einstellung“ der Deutschen zugeschrieben wurde, hat sich nun offenbar die Erkenntnis durchgesetzt, dass doch nicht alles ganz so schlecht ist.

vfa: Fischer bestätigt

Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), wird die Interessen der Branche auch in den kommenden Jahren in dieser Position vertreten. Wie der vfa mitteilte, wurde ihr Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert. Als die ehemalige SPD-Gesundheitsministerin aus Nordrhein-Westfalen im Jahr 2011 ihren Job als Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK aufgab, um zum vfa zu wechseln, war die Überraschung groß. Von einer Krankenkasse zur Pharmalobby – das gab es noch nicht. Damals wie heute sieht Fischer es als Herausforderung ihrer Arbeit, den medizinischen Fortschritt und Nutzen für Patienten durch Innovationen zu fördern. Dabei sollen Kooperationen zwischen dem öffentlichen Gesundheitswesen und der industriellen Gesundheitswirtschaft helfen.

IQWiG: Windeler bleibt

Jürgen Windeler bleibt weitere sechs Jahre Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Wie das Institut mitteilte, haben Rat und Vorstand der gleichnamigen Stiftung den bis 2015 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert. Windeler hatte die Leitung 2010 von Peter Sawicki übernommen. Windeler sieht neue Herausforderungen in der Nutzenbewertung von Medizinprodukten. Zudem werde das IQWiG künftig HTA-Berichte erstellen. Als weiteren Schwerpunkt macht der alte und neue IQWiG-Leiter Kooperationen auf europäischer Ebene aus. „Diese Zusammenarbeit ist wichtig“, ist er überzeugt.

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