Apotheke und Markt

Gute Wahl bei Kopfschmerzen

Kombination aus Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Coffein

HAMBURG (gmc) | In vielen Studien hat sich gezeigt, dass die Kombination aus Coffein, Paracetamol und Acetylsalicylsäure im Durchschnitt schneller eine Besserung von Kopfschmerzen bewirkt als Paracetamol oder Acetylsalicylsäure alleine. Die aktuelle Expertenempfehlung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zur Migräne- und Kopfschmerzbehandlung in der Selbstmedikation lautet daher: Die Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein (z. B. in Thomapyrin®) ist erste Wahl, und zwar als einziges Mittel mit hervorgehobener Empfehlung.

Auch die American Headache Society führt in ihrer kürzlich veröffentlichten Leitlinie die Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der akuten Migräne auf [1]. Zudem bescheinigt die Cochraine Collaboration in ihrem aktuellen Review der Wirkstoffkombination mit einem Coffein­zusatz von mindestens 100 Milligramm eine statistisch signifikante Wirkverstärkung [2]. Der entscheidende Vorteil gegenüber vielen anderen Präparaten: In Deutschland ist diese Wirkstoffkombination nicht nur bei Migräne, sondern auch bei Spannungskopfschmerzen zugelassen. So können sich auch diejenigen Kopfschmerzpatienten für die Dreierkombination entscheiden, die nicht genau wissen, unter welcher Art von Kopfschmerzen sie leiden.

Foto: Boehringer Ingelheim

Sicherheitsbewertung von Coffein

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den Wirkstoff Coffein, der nicht nur als Zusatz in Arzneimittelkombinationen, sondern auch in Lebensmitteln wie Kaffee, Cola oder Schokolade und in kosmetischen Produkten enthalten ist, bezüglich seiner Sicherheit bewertet [3]. Hierzu wurden Studien mit insgesamt über 66.500 Teilnehmern ausgewertet und der Einfluss von Coffein auf den Blutdruck und den Flüssigkeitshaushalt untersucht. Das Ergebnis: Der tägliche orale Konsum von bis zu 400 Milligramm Coffein (ca. 5,7 Milligramm/Kilogramm Körpergewicht) gilt für Erwachsene und auch für stillende Mütter als sicher. Selbst 200 Milligramm auf einmal eingenommen, stellen für beide Gruppen kein gesundheitliches Risiko dar. Für Schwangere gilt: Bis zu 200 Milligramm Coffein insgesamt täglich (circa 3 Milligramm/Kilogramm Körpergewicht, entspricht ca. zwei Tassen Kaffee) sind für das Ungeborene unbedenklich. Das bedeutet, dass Coffein in Kombination mit analgetischen Wirkstoffen auch in deren Tageshöchstdosierungen (z. B. 3 × 2 Tabletten Thomapyrin®) sicher ist, auch dann noch, wenn zusätzlich etwa zwei Tassen Filterkaffee oder Cappuccino oder knapp ein Liter Cola getrunken wird.

Von Patienten geschätzt

In der Kombination mit Coffein wirken Acetylsalicylsäure und Paracetamol etwa 15 Minuten schneller als die entsprechenden Einzelsubstanzen. Das wissen auch Patienten zu schätzen: In einer aktuellen apothekengestützten Befragung an 1298 Kopfschmerzpatienten gaben 96 Prozent an, dass sie die Kombination (Thomapyrin®) weiterempfehlen würden [4].

Literatur

[1] Mamura, M.J. et al.: Headache 2015;55:3-20.

[2] Derry, C.J. et al.: Cochrane Database Syst Rev 2014; 12: CD009821, doi: 10.1002/14651858. CD009281.pub3.

[3] EFSA NDA Panel (EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies). Scientific opinion on the safety of caffeine. EFSA Journal 2015;13:4102.

[4] noch nicht veröffentlichte Daten

Presse-Dinner Thomapyrin®, 14. Juli 2015, Hamburg, veranstaltet von Boehringer Ingelheim

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