Aus den Ländern

Nullretax nicht hinnehmbar

Neujahrsempfang des Apothekerverbandes Köln

cae | Auf dem traditionellen Neujahrsempfang des Apothekerverbandes Köln am 7. Januar trafen sich hochkarätige Gäste aus dem Gesundheitswesen. Das gesundheitspolitische Grußwort sprach ­Gisela Manderla (CDU, MdB).
Foto: CDU / Oliver Schröder

Gisela Manderla, MdB

In seinem gesundheitspolitischen Statement analysierte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Köln, zunächst das Versorgungsstärkungsgesetz. Er begrüßte, dass der Apothekenabschlag festgelegt wird, und lobte die geplanten Regelungen zum Entlassmanagement. Allerdings vermisste er „massiv“ zwei Punkte: die Streichung der Importförderklausel und vor allem das Thema Honorar. Preis forderte: „Wir brauchen wie Krankenhäuser und Ärzte eine kontinuierliche Anpassung unseres Honorars. Nur so können wir künftig eine flächendeckende Versorgung weiter auf qualitativ hohem Niveau sicher­stellen.“

Hinsichtlich des Nacht- und Notdienstfonds forderte Preis: „Hier muss dringend nachjustiert werden!“ Denn die Politik hat 120 Millionen Euro jährlich für die Pauschale zugesagt, nach Berechnungen des DAV wurden aber in 2014 nur 108 Millionen Euro bereitgestellt. Auch das Thema Nullretax müsse die Politik konsequenter angehen.

Deckungslücke in Nacht- und Notdienstfonds schließen

Die CDU-Bundestagsabgeordnete ­Gisela Manderla aus Köln zeigte in ihrer Rede Verständnis für die vorgetragenen Forderungen. Sie sagte zu, die ­Deckungslücke beim Nacht- und Notdienstfonds bei den Beratungen in Berlin anzusprechen. Zudem wandte sie sich gegen Nullretaxationen aufgrund kleiner Formfehler. Diese seien eine nicht hinnehmbare systematische ­Ausbeutung.

Als Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Gesundheitswesen bezeichnete Manderla die Veränderungen einer alternden Gesellschaft. Sie begrüßte es, dass die Apotheker hier ihre pharmazeutische Kompetenz ­stärker einbringen wollen.

Pro inhabergeführte Apotheke

Abschließend bezeichnete Manderla die Apotheker als wichtige Säule des Gesundheitswesens. Gemäß Koalitionsvertrag setze die Regierung auf die inhabergeführten Apotheken, um die qualitativ hochwertige, sichere und wohnortnahe Arzneimittelversorgung zu erhalten. „An den grundlegenden Strukturen soll nichts geändert werden. Daran halten wir uns“, betonte Manderla. |

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