... auch DAZ noch

Zahl der Woche

destatis/ral | Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist seit einigen Jahren konstant rückläufig. Auch 2015 scheint sich dieser Trend fortzusetzen: Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden im ersten Quartal 2015 rund 26.400 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Das sind 5,5 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

26.400 Schwangerschaftsabbrüche

Knapp drei Viertel der Frauen, die im Untersuchungszeitraum einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren dem Statistischen Bundesamt zufolge zwischen 18 und 34 Jahre, 16 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre und rund acht Prozent über 40 Jahre alt. Der Anteil der unter 18-Jährigen lag bei drei Prozent. Diese Altersverteilung entspricht in etwa der der vergangenen Jahre. Auch der Anteil der Frauen, die den Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungs­regel vornahmen, ist mit 96 Prozent verglichen mit den Vorjahren unverändert geblieben. Gleiches gilt für den Ort des Eingriffs: Die Schwangerschaftsabbrüche erfolgten überwiegend ambulant – rund 79 Prozent in gynäkologischen Praxen und 19 Prozent ambulant im Krankenhaus.

Erhöht hat sich dagegen seit der Freigabe aus der Rezeptpflicht ganz deutlich die Nachfrage nach Notfallkontrazeptiva. Wie Insight Health mitteilte, war der Absatz der Pille danach bereits im März 2015 mit mehr als 50.000 abgegebenen Packungen überdurchschnittlich hoch. Im April stiegen die Absätze um weitere zehn Prozent auf über 55.000 abgegebene Packungen. Dieser Trend könnte dazu beitragen, dass die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche auch weiterhin rückläufig ist – womit das Ziel der Rezeptfreigabe erreicht wäre. 

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