Apotheke und Markt

Blasenschwäche ist nicht nur Frauensache

Bei Männern ist vor allem die Dranginkontinenz ein Problem

Blasenschwäche gilt häufig als reine Frauensache. Tatsächlich hat jedoch auch einer von vier Männern irgendwann in seinem Leben Probleme mit der Blase. Die wenigsten von ihnen wissen, dass sie damit nicht alleine dastehen und dass es Schutzprodukte speziell für Männer gibt. Das sind Ergebnisse einer Studie, für die rund 3000 Männer befragt wurden.
Foto: SCA Hygiene Products

Demnach haben bereits 35 Prozent aller Männerim Alter über 40 Erfahrungen mit ungewolltem Harnverlust ­gemacht. Weitere neun Prozent haben zwar noch keine akuten Probleme, ­machen sich aber Sorgen, dass sie es bei plötzlichem Harndrang nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen. Alleine in Deutschland sind somit rund 5,5 Millionen Männer von Blasenproblemen betroffen. Die häufigste Inkontinenzform ist bei ihnen die Dranginkontinenz. Etwas seltener kommt bei Männern die Belastungsinkontinenz vor.

Auch bei Männern ist Blasenschwäche ein Tabuthema

„Je stärker der Harnverlust, desto eher wird er von Männern als Problem wahrgenommen“, erklärt Katrin Royar, Communication Managerin bei Tena. Vor allem Männer mit Prostata­problemen oder neurologischen Erkrankungen sehen den Urinverlust als Problem an. Dennoch machen sich die wenigsten Männer Gedanken darüber, wie sie sich im Alltag schützen können. Lediglich drei Prozent aller Männer mit Blasenproblemen verwenden spezielle Schutzprodukte, belegt die im Auftrag des Hygieneprodukteherstellers SCA erstellte Studie. Die überwiegende Mehrheit hat andere Strategien entwickelt, um den unfreiwilligen Harnverlust in den Griff zu bekommen. So warten z. B. vier von zehn Männern (39%) das Nachtröpfeln ab, bevor sie die Hose hochziehen. Mehr als ein Drittel (36%) behilft sich mit Taschentüchern oder zieht zwei Unterhosen übereinander an. Andere Männer bleiben einfach länger auf der Toilette sitzen (28%) besuchen das stille Örtchen häufiger (27%), wechseln öfter die Unterwäsche (23%) oder verwenden Hygieneprodukte für Frauen (2%). Schutzprodukte, die auf die männliche ­Anatomie zugeschnitten sind, werden demnach viel zu wenig genutzt. Rund die Hälfte aller Männer weiß nicht einmal, dass sie überhaupt existieren – und wie sie ihnen das Leben erleichtern könnten.

Spezielle Produkte sind von Männern gewünscht

„Männer haben im Gegensatz zu Frauen praktisch keinerlei Erfahrungen mit Hygieneprodukten“, meint dazu Katrin Royar. Entsprechend ­ratlos seien sie, wenn sie bei sich die ersten Anzeichen einer Blasenschwäche feststellen. „Männer müssen deswegen zunächst einmal aufgeklärt werden, dass es spezielle Schutzprodukte für sie gibt“, so Royar. Dies sei auch wichtig, da sich die meisten Männer Lösungen wünschen, die speziell für sie entwickelt wurden (84%). Eine derartige Lösung ist das Tena Men Sortiment. Es ist speziell auf die männliche Anatomie zugeschnitten und bietet deshalb einen lang anhaltenden Schutz. Das Sortiment umfasst Tena Men Einlagen für leichte bis mittelschwer ausgeprägte Blasenschwäche (Tena Men Level 1 bis Level 3) sowie Pants für die mittlere bis schwere Inkontinenz.

SCA Hygiene Products Vertriebs GmbH, Sandhofer Str. 176, 68305 Mannheim, www.tena.de

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