Aus der Hochschule

Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik

Grundsteinlegung für Neubau im Campus der TU Braunschweig

daz | Der Grundstein wurde am 27. März gelegt, und Ende 2016 soll er fertiggestellt sein: der 24,1 Millionen Euro teure Neubau des Zentrums für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ) der Technischen Universität Braunschweig. Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus dem Maschinenbau und den Lebenswissenschaften im PVZ ist deutschlandweit einzigartig.

Das Gebäude entsteht am Campus Ost am Langen Kamp. Geplant ist eine Hauptnutzfläche von ca. 3270 m2; davon entfallen 1350 m2 auf Büroflächen, 1500 m2 auf Labore und 420 m2 auf Technikräume. Zu den reinen Baukosten kommen noch die Kosten für die Ersteinrichtung und für Großgeräte in Höhe von etwa 2,6 Millionen Euro bzw. 2 Millionen Euro hinzu.

Grafik: Projektleitung Andreas Schlüter u. a.

So soll es aussehen: das neue PVZ in Braunschweig.

Leuchtturmprojekt mit ­einmaliger Fächerkombination

An der Grundsteinlegung nahmen u. a. der Präsident der TU Braunschweig, Prof. Jürgen Hesselbach, die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić und Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth teil. Sie bezeichneten das PVZ als Leuchtturmprojekt, mit dem Braunschweig seine starke Stellung in den Life Sciences ausbauen wird.

Im PVZ, das bereits 2012 offiziell gegründet wurde, arbeiten Wissenschaftler aus den Bereichen Pharmazie, Verfahrens- und Mikrotechnik der TU Braunschweig erfolgreich zusammen. Kein anderer Hochschulstandort in Deutschland verfügt über diese Fächerkombination, so die TU Braunschweig in einer Pressemitteilung.

Individualisierte Arzneitherapie stärkt Apotheke

Prof. Arno Kwade, Vorstandssprecher des PVZ, skizzierte bei der Grundsteinlegung dessen Hauptaufgabe: die Entwicklung und Herstellung von kostengünstigen, wirksamen und individualisierten bzw. personalisierten Arzneimitteln. Er sagte voraus, dass die Formulierung und Herstellung von Arzneimitteln, die auf kleine Patientengruppen oder einzelne Patienten zugeschnitten sind, „zu einer teilweisen Verlagerung der Arzneimittelherstellung von der Fabrik zurück in die Apotheke führen dürfte“. Zudem erforscht das PVZ Methoden und Geräte, die eine schnellere Entwicklung neuer wirk­samerer Arzneimittel erlauben.

Promotionsprogramm

Abgesehen vom Neubau des PVZ finanziert das niedersächsische Wissenschaftsministerium das Promotionsprogramm „Processing of poorly so­luble drugs at small scale (µ-Props)” mit Stipendien für 15 Doktoranden am PVZ. Zwei weitere Stipendien werden durch Sponsoren finanziert. Das Programm startete bereits im Oktober 2014.

Erst vor wenigen Tagen konnte das PVZ einen weiteren großen Erfolg feiern: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat ein von der TU Braunschweig koordiniertes Schwerpunktprogramm mit einem Antragsvolumen von rund 14 Millionen Euro bewilligt. Es wird in den kommenden sechs Jahren biologische und verfahrenstechnische Grundlagen zur Produktion von Biopharmazeutika und anderen Protein-basierten Produkten erforschen. |

Quellen: www.tu-braunschweig.de, Meldung vom 27. 3. 2015. – www.tu-braunschweig.de/forschung/zentren/pvz

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