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Den Einbrecher in die Flucht schlagen

Mit Video- und Lautsprecherüberwachung die Apotheke sichern

cha | Natürlich ist eine gute ­Sicherung der „Außenhaut“ der Apotheke als Einbruch­sicherung unverzichtbar. Doch statt eine teure konventionelle Alarmanlage anzuschaffen, kann man mit einem sogenannten „Live-Einbruchschutz“ nicht nur Geld, sondern auch wert­volle Zeit sparen.

Das von der Düsseldorfer Firma 180° Sicherheit vertriebene Konzept basiert darauf, dass bereits Sekunden nach der Alarmauslösung eine Live-Verbindung zwischen der VdS-zertifizierten 180°-Leitstelle und der betroffenen Apotheke hergestellt wird. Durch vorinstallierte Mikrofone sowie eventuell Videokameras kann ­direkt aus der Ferne überprüft werden, ob tatsächlich jemand die Apotheke betreten hat oder ob ein Fehlalarm vorliegt.

Meist folgt die Flucht – und die Polizei

Foto: bramgino – Fotolia.com

Gleich erlebt er sein blaues Wunder wenn eine Stimme aus dem Lautsprecher ertönt.

Ist tatsächlich jemand in der Apotheke, wird er über die zuvor installierte Lautsprecher aufgefordert, sich mit einem Codewort, das nur der Apothekenleiter weiß, zu legitimieren. Zeigt sich, dass ein Einbrecher in der Apotheke ist, so wird dieser über die Lautsprecher lautstark aus der Ferne angesprochen und äußerst eindringlich ­dazu aufgefordert, die Apotheke zu verlassen. In dieser Situation ist, so die Sicherheitsfirma, „die naheliegende Reaktion der Täter eine panikartige Flucht in einem 180°-Bogen“. Zugleich wird die ­Polizei alarmiert.

Der Vorteil dieses Konzepts liegt zum einen darin, dass bei einem Auslösen des Alarms der ansonsten notwendige und kostenpflichtige Einsatz eines Wachmanns entfällt. Auch bei einem Fehlalarm treten keine Folgekosten auf. Zum anderen wird durch das sofortige Vertreiben des Täters in der Regel weiterer Schaden verhindert. Damit die Privatsphäre der Kunden gewahrt bleibt, kann die Live-Verbindung ausschließlich im Alarmfall aufgebaut werden.

Die monatliche Pauschale für den 180°-Live-Einbruchschutz orientiert sich an der Größe des Objekts, bei Apotheken mit überschaubarer Grundfläche liegt sie bei etwa 100 Euro. Dazu kommt ein einmaliger Betrag von 600 bis 700 Euro für das Ingangsetzen der Anlage. |