Gesundheitspolitik

PTA-Jahrgang 2016/18 gesichert

Mini-Konsens in Westfalen-Lippe – Konflikt ungelöst

MÜNSTER (lk) | Durch die Aufstockung der Finanzbeteiligung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) ist der nächste Ausbildungsgang 2016/2018 der PTA-Schulen in Trägerschaft des Apothekerverbandes (AVWL) vorerst gesichert. Die Delegiertenversammlung der AKWL stimmte einem Mini-Konsens zu, die Förderung auf maximal 70 Euro pro Schüler/in und Monat zu erhöhen. Ungelöst blieb der Grundsatzstreit zwischen Kammer und Verband über die weitere Finanzierung.

Statt bisher 10 Euro pro PTA-Schüler will die Kammer jetzt 70 Euro zur PTA-Ausbildung zuschießen. Dies soll ab dem im August startenden Jahrgang gelten. Der Zuschuss ist daran gekoppelt, dass die Schulträger nachweisen, dass die von ihnen ausgebildeten Schüler tatsächlich als PTA in der öffentlichen Apotheke in Westfalen-Lippe tätig werden. Nach AVWL-Schätzung wird das künftige Schulgeld circa 225 Euro monatlich betragen müssen. Insgesamt stellt die Kammer pro Jahr damit maximal 350.000 Euro bereit. Der AVWL wird seinerseits ab dem Jahrgang 2016/18 weiterhin 113.000 Euro besteuern. Damit stopft die Kammer die finanzielle Lücke, die der Ausstieg des Landes Nordrhein-Westfalen aus der Finanzierung der PTA-Schulen gerissen hat. Zusammen mit dem bisherigen Jahreszuschuss des AVWL und den 890.000 Euro bereits zugesagter, aber noch nicht abgerufener Hilfsgelder des AVWL ist der Betrieb zunächst abgesichert.

Konflikt weiter ungelöst

Der Konflikt zwischen Kammer und Verband über die notwendige Neuorganisation der Finanzierung bleibt aber ungelöst. Das von der Kammer favorisierte Darlehensmodell lehnt AVWL-Chef Michels nach wie vor ab. Die Kammer sieht sich aus rechtlichen Gründen ihrerseits nicht in der Lage, die komplette F­inanzierung zu übernehmen, wie es der Verband fordert. |

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