DAZ aktuell

„Wenn es Probleme gibt, lösen wir sie“

Ärzte und Apotheker sollen Notdienst synchronisieren

BERLIN (jz) | Wenn es nach der Politik geht, sollen sich die Ärzte beim Notdienst künftig besser mit Kliniken, Rettungsstellen und den Apothekern abstimmen. Die Forderung findet sich im Entwurf für ein GKV-Versorgungstärkungsgesetz, mit dem sich das Kabinett am 17. Dezember befassen wird, sowie in einem neuen Eckpunktepapier zur Krankenhausreform. „Wenn es Probleme gibt, dann finden wir Apotheker eine Lösung“, betont ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

Im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist eine stärkere Verknüpfung von stationärem und ambulantem Notdienst vorgesehen. „Dies lehnt die KBV ab“, konstatierte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Auch im vergangene Woche vorgelegten Eckpunktepapier zur Krankenhausreform fordert die Politik von den Ärzten, beim vertragsärztlichen Notdienst mehr mit Kliniken und Leitstellen zu kooperieren und den apothekerlichen Notdienst einzubeziehen. Die Ablehnung der Ärzte bezieht sich aus Sicht des ABDA-Präsidenten aber nicht auf die Synchronisierung mit dem apothekerlichen Notdienst. Vielmehr lehnten sie die Vermischung von stationärem und ambulantem Bereich ab.

Im Hinblick auf die geforderte stärkere Kooperation zwischen Ärzten und Apothekern gibt es laut Schmidt sowohl aus Sicht der KBV wie auch der ABDA keine Notwendigkeit für Veränderungen. 50 Prozent der Notdienstkunden besuchten Apotheken ohne Rezept, erklärt er. Es gebe bislang keine Belege für Probleme. Wenn sich aber zeigen sollte, dass Probleme existierten, finde die Apothekerschaft auch Lösungen. Der Prozess zur Aufklärung wurde bereits gestartet: Die einzelnen Mitgliedsorganisationen werden laut Schmidt aktiv auf die einzelnen KVen zugehen, um eventuelle Probleme aufzudecken – und anschließend gemeinsam mit den Ärzten zu lösen. 

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.