Apotheke und Markt

Nicht immer gleich ein Antibiotikum

Stellenwert von Phytopharmaka bei Harnwegsinfekten

BADEN-BADEN (ral) | Harnwegsinfektionen zählen zu den häufigsten bakteriellen Infektionen im ambulanten Bereich und sind für einen Großteil der ambulanten Antibiotikaverschreibungen verantwortlich. Bei schweren Krankheitsverläufen ist dieses Vorgehen auch gerechtfertigt. Bei leichten Infektionen sollte allerdings zunächst eine symptomatische Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen empfohlen werden, statt gleich zum Antibiotikum zu greifen. Das war das Fazit eines im Rahmen der 48. Medizinischen Woche in Baden-Baden veranstalteten Expertengesprächs.
Foto: Dr. Gustav Klein

Antibiotikaresistenzen sind weltweit auf dem Vormarsch und werden von der WHO als ernste globale Gesundheitsgefahr eingestuft. Da das Antibiotikaresistenzniveau durch den Gesamt-Antibiotikaverbrauch in der Bevölkerung bestimmt wird, könnte ein verändertes Verordnungsverhalten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Allerdings: „Eine Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes kann nur erreicht werden, wenn es gelingt, Infektionen zu vermeiden oder diese mit anderen Methoden anzugehen. Damit kommt der Therapie mit Naturstoffen und naturnahen Prinzipien eine zunehmende Verantwortung zu, die Versorgungslücke zu schließen“, so Dr. Rainer Stange, Immanuel Krankenhaus, Berlin.

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) empfiehlt bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen zunächst eine rein symptomatische Therapie als Alternative zur Antibiotikabehandlung. Für Dr. Tankred Wegener, Berater für präklinische und klinische Projekte im Bereich Phytopharmaka, ist Solidagoren® Liquid „eine symptomatische Behandlungsperspektive mit synergistisch agierenden pflanzlichen Kombinationen“, der, wie der Phytotherapie insgesamt, mehr Bedeutung zugemessen werden muss. „Phytopharmaka verfügen in vielen Fällen über mehrere Wirkmechanismen sowie moderate bis mäßige Wirkstärken, sie sind fast immer sehr gut verträglich und durch Langzeiterfahrung belegt“, so Wegener.

Die Wirkung von Solidagoren® Liquid beruht auf einer Kombination aus Goldrute, Gänsefingerkraut und Ackerschachtelhalm. Sie entfaltet eine antiphlogistische, diuretische und schwach spasmolytische Wirkung, die die typischen Beschwerden einer Harnwegsinfektion lindern und zur Abheilung der Entzündung beitragen kann. Eine frühzeitige Anwendung von Solidagoren® Liquid schon bei den allerersten Anzeichen einer Blasenreizung kann die Entzündung verhindern. Die natürliche Pflanzentherapie stellt damit bei leichten Verläufen eine wertvolle Alternative zur Antibiotikabehandlung dar.

Quelle:

Presse-Workshop „Liegt die Zukunft in der Tradition? Antibiotikaresistenzen im Blick: Akuten und rezidivierenden Harnwegsinfektionen mit pflanzlichen Wirkstoffen begegnen“, 31.10.2014, Baden-Baden, veranstaltet von der Dr. Gustav Klein GmbH & Co. KG

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des American College of Physicians

Antibiosen bei häufigen Infektionen verkürzen

Selbstmedikation bei Blasenentzündung

Hilfe bei brennenden Beschwerden

Diagnose und Therapie von Harnwegsinfektionen

Unkompliziert bis problematisch

Getrübter Badespaß durch winzige Wasserbewohner

Von Amöben bis Zerkarien

Vorbeugung von Harnwegsinfekten

Cranberries nicht besser als Placebo

Wenn der Geist die Spur verlässt

Gefürchtetes Delir

Der Tripper kommt zurück

Gonorrhö auf dem Vormarsch

Neu von Omega Pharma: Uroinfekt® mit hochdosiertem Bärentraubenblätterextrakt

Multifaktorieller Wirkansatz für die Blase

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.