Aus den Ländern

86 neue AMTS-Manager

Arzneimitteltherapiesicherheit wird immer wichtiger

cae | Am 4. November fand in Münster das 4. AMTS-Symposium der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und der Universität Münster statt. Dort haben 86 frisch gebackene AMTS-Manager und Vertreter von 38 AMTS-qualifizierten Apotheken ihre Zertifikate erhalten.
Foto: AK WL/Sokolowski
Beim 4. AMTS-Symposium in Münster wurden 86 neue AMTS-Manager kreiert.

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe hat in Zusammenarbeit mit der Universität Münster nunmehr 330 AMTS-Manager ausgebildet und 164 Apotheken das AMTS-Zertifikat erteilt, so Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening. Laut Prof. Dr. Georg Hempel stärkt AMTS die heilberufliche Rolle der Apotheker, die als Arzneimittelspezialisten den Ärzten überlegen sind: „Während unsere Absolventen der Pharmazie sich mit durchschnittlich 500 Arzneistoffen auskennen, kommen Ärzte meistens mit 30 Arzneistoffen aus.“ Dr. Oliver Schwalbe, Leiter der Abteilung Fort- und Ausbildung der Kammer, betonte, beim AMTS gehe es „um mehr als nur das Medikationsmanagement, das fälschlicherweise immer wieder mit AMTS gleichgesetzt wird“.

Wie AMTS in der Praxis funktionieren kann, zeigten die „frisch gebackenen“ AMTS-Managerinnen Elisabeth Pfister, Bad Grönenbach, und Martina Rose, Freiburg. Sie konnten viele arzneimittelbezogene Probleme aufdecken und lösen, z.B. ein zu langes Dosierungsintervall bei einem Rivastigmin-haltigen Pflaster zur Behandlung der Alzheimer-Demenz.

Einen Einblick in die Pharmakotherapie von Kindern gewährte Prof. Dr. Stephanie Läer, Universität Düsseldorf. Obwohl die Datenlage in den allermeisten Fällen bei den „kleinen Patienten“ nicht optimal ist, sollte in die Entscheidungsfindung immer die beste verfügbare Evidenz einfließen. Hier ist der Apotheker vor allem in der Selbstmedikation gefordert. Am Beispiel des Durchfalls bei Kindern führte Läer vor, wie eine evidenzbasierte Beratung aussehen sollte.

Das Ausbildungsprogramm

Die AMTS-Ausbildung beinhaltet eine Basisschulung, drei Seminare zur Umsetzung des Medikationsmanagements, einen praktischen Teil mit fünf individuellen Medikationsüberprüfungen in der Apotheke, deren Ergebnisse wissenschaftlich evaluiert werden, und zum Schluss die Teilnahme am AMTS-Symposium. Für die Betreuung der Seminarteilnehmer finanziert die Apothekerkammer Westfalen-Lippe die Stelle der AMTS-Dozentin Isabel Waltering, PharmD an der Uni Münster. 

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